Riester Rente – Altersvorsorge mit staatlicher Förderung
Hinweis zur Rechtslage: Mit dem im Mai 2026 beschlossenen Altersvorsorgereformgesetz entfällt der Neuabschluss von Riester-Verträgen zum 1. Januar 2027. Bestehende Verträge genießen Bestandsschutz: Sie können sie unverändert weiterbesparen und behalten die bisherige Förderung. Die neuen Regeln gelten für Sie nur, wenn Sie freiwillig wechseln oder zusätzlich einen Neuvertrag abschließen. Die in diesem Beitrag genannten Beträge gelten bis Ende 2026.
Die Riester Rente ist eine wichtige Alternative in unsicheren Zeiten. Sie hilft, die LĂĽcke im Ruhestand zu fĂĽllen. Besonders unterstĂĽtzt sie Familien, Geringverdiener und Berufseinsteiger mit Zulagen und Steuervorteilen.
Mit Eigenbeiträgen und staatlichen Zulagen wird die Altersvorsorge attraktiv. Bis zu 175 Euro jährlich und 300 Euro Kinderzulage können Sie bekommen. Es gibt viele Anlagemöglichkeiten, die zu verschiedenen Lebenssituationen passen.
Wichtige Punkte
- 🏦 Die Riester Rente ergänzt die gesetzliche Rente durch private Sparleistungen und staatliche Förderung.
- 🎓 Wer zu Beginn des Beitragsjahres das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, erhält einmalig einen Berufseinsteigerbonus von 200 Euro.
- đź‘¶ Kinderzulagen von 300 Euro pro Jahr fĂĽr jedes ab 2008 geborene Kind und 185 Euro fĂĽr frĂĽher geborene Kinder.
- 🧾 Die Beiträge sind bis zu einem Höchstbetrag als Sonderausgaben abzugsfähig.
- 📊 Die volle Förderung erfordert eine Einzahlung von mindestens vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Vorjahresbruttogehalts.
Was ist die Riester Rente?
Die Riester-Rente ist eine staatlich geförderte private Altersvorsorge. Sie ist besonders für Arbeitnehmer geeignet, die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung leisten. Mit staatlichen Zulagen und Steuervorteilen kann man so für das Alter sparen.
Grundprinzip der Riester-Rente
Man spart Geld in der Arbeitszeit und erhält später eine Rente. Jedes Jahr gibt es eine Grundzulage von 175 Euro. Für jedes Kind gibt es zudem 300 Euro, bei älteren Kindern 185 Euro.
Neu im Beruf? Bis 25 gibt es einmalig 200 Euro dazu. Um alle Vorteile zu nutzen, zahlt man 4 Prozent des Einkommens ein. Die Obergrenze der Abzugsfähigkeit beträgt 2.100 Euro im Jahr.
Zielgruppe der Riester-Rente
Angestellte, die rentenversichert sind, profitieren besonders. Aber auch Selbstständige, Arbeitslose und nicht berufstätige Ehepartner können mitmachen, wenn ihr Partner rentenversichert ist.
Für Familien lohnt sich die Förderung besonders. Ein Ehepaar mit zwei eigenen Verträgen und zwei vor 2008 geborenen Kindern kommt auf 720 Euro, bei ab 2008 geborenen Kindern auf 950 Euro. Für eine einzelne zulageberechtigte Person sind es 545 beziehungsweise 775 Euro. Es ist klug, die Kosten und Renditen genau zu betrachten. Vielleicht auch einen Riester Rente Test durchführen, um die beste Option zu wählen.
Voraussetzungen für die Förderung
Um in den Genuss der Riester-Förderung zu kommen, müssen Sie bestimmte Bedingungen erfüllen. Diese sind durch gesetzliche Richtlinien festgelegt. Sie beinhalten verschiedene Kriterien zur Berechtigung und Regelungen zu Beiträgen.
Wer ist förderberechtigt?
Jeder, der in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt, kann gefördert werden. Neben Angestellten sind auch Beamte und Besoldungsempfänger, Landwirte in der Alterssicherung der Landwirte und Bezieher einer vollen Erwerbsminderungsrente förderberechtigt, obwohl sie nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Auch Personen in besonderen Diensten, wie Bundesfreiwillige, werden berücksichtigt. Um die volle staatliche Zulage zu bekommen, muss man 4 Prozent seines rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens anlegen. Dabei darf der Jahresbeitrag höchstens 2.100 Euro betragen.
Förderberechtigte Personengruppen
Es gibt auch mittelbar Förderberechtigte, wie die nicht erwerbstätigen Ehepartner der Förderberechtigten. Sie können die Zulage bekommen, wenn sie einen eigenen Riester-Vertrag haben. Sie müssen mindestens 60 Euro pro Jahr einzahlen. Familien bekommen zusätzliche finanzielle Unterstützung. Es gibt eine Kinderzulage in Höhe von 185 Euro für Kinder, die vor 2008 geboren wurden, und 300 Euro für Kinder ab 2008. Junge Berufseinsteiger erhalten einmalig 200 Euro vom Staat.
| Art der Zulage | Betrag |
|---|---|
| Grundzulage | 175 Euro jährlich |
| Kinderzulage (bis 2007) | 185 Euro jährlich |
| Kinderzulage (ab 2008) | 300 Euro jährlich |
| Berufseinsteigerbonus | 200 Euro einmalig |
Die staatliche Unterstützung gibt es, solange Beiträge für die Rentenversicherung gezahlt werden. Mittelbar Berechtigte müssen aufpassen, alle Bedingungen zu erfüllen. Sonst könnten sie die Zulagen zurückzahlen müssen.
Die verschiedenen Arten der Riester Rente
Die Riester Rente ist eine private Altersvorsorge mit staatlicher Förderung. In unserem Riester Rente Vergleich schauen wir uns die wichtigsten Modelle an. Dazu gehören die Riester-Rentenversicherung, der Riester-Fondssparplan und der Wohn-Riester.
Riester-Rentenversicherung
Die Riester-Rentenversicherung ist besonders beliebt. Sie zahlt eine lebenslange Rente, deren Höhe von Guthaben, Rentenfaktor und Kosten des jeweiligen Tarifs abhängt und daher stark zwischen den Anbietern schwankt. Sie passt gut zu Menschen, die sicher fürs Alter sparen wollen.
Riester-Fondssparplan
Beim Riester-Fondssparplan kann man mehr Geld verdienen, aber es gibt auch Risiken. Diese Option investiert in Fonds für höhere Gewinne. Man sollte prüfen, ob es zum eigenen Finanzziel passt.
Wohn-Riester
Der Wohn-Riester hilft Ihnen beim Kauf, Bau oder Entschulden einer selbst genutzten Wohnung sowie bei barrierereduzierenden oder energetischen Umbauten. Mit ihm nutzt man staatliche Zulagen für die Finanzierung. Das ist super für alle, die ein eigenes Zuhause möchten.
Ein Riester Rente Vergleich zeigt: Die beste Riester-Option hängt von den persönlichen Zielen ab. Ob Riester-Rentenversicherung, Fondssparplan oder Wohn-Riester, alle bauen staatlich gefördertes Altersguthaben auf.
| Produktart | Besondere Merkmale | Geeignet fĂĽr |
|---|---|---|
| Riester-Rentenversicherung | Lebenslange, garantierte Rente | Langfristige Sparer |
| Riester-Fondssparplan | Höhere Renditechancen, höhere Risiken | Risikobereite Anleger |
| Wohn-Riester | Förderung für selbst genutztes Wohneigentum | Eigenheimaspiranten |
Die Riester-Zulagen im Ăśberblick
Die Riester-Zulagen sind wichtig, um privat fĂĽr das Alter vorzusorgen. Sie bestehen aus mehreren Teilen.
Grundzulage
Seit 2018 ist die Grundzulage 175 € pro Jahr für jeden. Für die volle Zulage zahlen Sie 4 Prozent Ihres Vorjahresbruttos ein, höchstens 2.100 Euro, abzüglich der Ihnen zustehenden Zulagen — mindestens jedoch 60 Euro im Jahr. Diese Förderung hilft, die Riesterrente zu berechnen.
Kinderzulage
Für Kinder gibt es extra Geld. Für vor 2008 Geborene sind es 185 €, danach geborene bekommen 300 € jährlich. Diese Kinderzulage hilft Familien und macht die staatliche Förderung besser.
Berufseinsteigerbonus
Wer unter 25 einen Vertrag macht, bekommt 200 € extra einmalig. Es ist super für junge Leute, früh anzufangen. Der Berufseinsteigerbonus wird mit anderen Zulagen automatisch beantragt.
Steuervorteile der Riester Rente
Die Riester Rente bietet große Steuervorteile. Diese entstehen durch den Sonderausgabenabzug. Beiträge können bis zu 2.100 Euro steuerlich abgesetzt werden.
Das Finanzamt prĂĽft, was mehr bringt: der Abzug oder staatliche Zulagen. Dieser Vorgang heiĂźt GĂĽnstigerprĂĽfung.
Wie funktioniert der Sonderausgabenabzug?
Beiträge zur Riester Rente lassen sich als Sonderausgaben absetzen. Man kann bis zu 2.100 Euro oder 4% des Einkommens angeben. So spart man Steuern.
Höhe des Steuervorteils
Der Steuervorteil ist von der Einkommenssituation abhängig. Angenommen, jemand zahlt 1.925 Euro ein und erhält 175 Euro Zulage.
Die geförderte Einzahlung beträgt dann 2.100 Euro. Bei einem Grenzsteuersatz von 30 Prozent entlastet Sie der Sonderausgabenabzug um rund 630 Euro; davon wird die Zulage von 175 Euro abgezogen, es bleibt also ein zusätzlicher Steuervorteil von rund 455 Euro. Das ergibt große finanzielle Vorteile.
In der Auszahlungsphase greift keine Abgeltungsteuer, dafür wird die gesamte Leistung mit Ihrem persönlichen Steuersatz belastet — je nach Rentenhöhe kann das mehr als 25 Prozent bedeuten. Dabei werden Einzahlungen steuerlich begünstigt, aber Auszahlungen besteuert.
Es ist klug, Zahlungen gut zu planen. So nutzt man alle Steuervorteile und gestaltet die Einkommensteuer optimal.
| Kriterium | Wert |
|---|---|
| Jährlicher Standardbetrag | 1.925 Euro |
| Jährliche Zulage | 175 Euro |
| Steuerersparnis (30 % Grenzsteuersatz) | rund 630 Euro |
| Gesamtbetrag nach 5 Jahren | 9.625 Euro |
| Staatliche Zulagen in 5 Jahren | 875 Euro |
So beantragen Sie die Riester-Zulage
Es gibt zwei Wege, die Riester-Zulage zu beantragen: Einmal oder jedes Jahr. Bei einem einmaligen Antrag muss man jedes Jahr alles neu machen. Ein Dauerzulagenantrag wird einmal eingereicht. Danach kĂĽmmert sich der Anbieter jedes Jahr darum, bis man es widerruft.
Einmaliger Antrag und Dauerzulagenantrag
Möchte man die Riester Rente beantragen, muss man wissen: Ohne Dauerzulagenantrag muss jedes Jahr neu beantragt werden. Ein Dauerzulagenantrag macht alles einfacher. Man reicht ihn einmal ein, und der Anbieter aktualisiert ihn jedes Jahr.
Es ist wichtig, Änderungen wie neuen Job oder Gehalt und Familienänderungen mitzuteilen. So wird Ihr Beitrag richtig berechnet.
- Man kann den Zulageantrag bis zu zwei Jahren rĂĽckwirkend einreichen.
- Nur zertifizierte Verträge bekommen eine Förderung.
- Beiträge können in der Steuererklärung mit „Anlage AV“ angegeben werden.
Die Zulage steht Ihnen einmal je Beitragsjahr zu; die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) überweist sie an Ihren Anbieter, der sie Ihrem Vertrag gutschreibt. Das Finanzamt erfährt auch davon, damit Sie Steuervorteile bekommen können. Mit einem Dauerzulagenantrag geht kein Zuschuss verloren.
Hier sehen Sie, wer Zulagen bekommen kann und wer nicht:
| Förderberechtigte Personengruppen | Nicht förderberechtigte Personengruppen |
|---|---|
| Pflichtversicherte Arbeitnehmer | Student*innen ohne Pflichtversicherung |
| Beamte | Selbständige ohne Pflichtversicherung |
| Erwerbstätige mit geringfügiger Beschäftigung (ohne Befreiung von der Versicherungspflicht) | Ruheständler |
| Erwerbstätige in Elternzeit oder Pflegezeit | Pflichtversicherte in berufsspezifischen Versorgungseinrichtungen |
Mindesteigenbeitrag und Höchstgrenze
In diesem Abschnitt geht es um die Mindesteigenbeträge und Höchstgrenzen der Riester-Rente.
Berechnung des Mindesteigenbeitrags
Der Mindesteigenbeitrag der Riester-Rente liegt bei 4 % vom Vorjahresbruttoeinkommen. Davon werden die staatlichen Zulagen abgezogen. Minimum sind 60 € jährlich oder 5 € monatlich notwendig. So sichert man sich die volle staatliche Zulage. Das verbessert die Altersvorsorge gerade für Menschen mit wenig Einkommen.
Maximaler Förderbetrag
Bei der Riester-Rente sind höchstens 2.100 € jährlich steuerlich begünstigt. Mehr dürfen Sie einzahlen, gefördert wird der übersteigende Betrag jedoch nicht. In diesen Höchstbetrag sind eigene Beiträge und staatliche Zulagen enthalten. Sie können von der Steuer abgesetzt werden. Paare, die beide einzahlen, dürfen zusammen bis zu 4.200 € jährlich einzahlen. Es lohnt sich selten, mehr einzuzahlen, da keine weiteren Zulagen gezahlt werden.
| Beitragstyp | Mindestbeitrag | Höchstbeitrag |
|---|---|---|
| Einzelpersonen | 60 € pro Jahr | 2.100 € pro Jahr |
| Paare (beide zahlen ein) | 120 € pro Jahr | 4.200 € pro Jahr |
| Paare (ein Partner nur mittelbar zulageberechtigt) | 60 € pro Jahr | 2.160 € pro Jahr |
Zahlung des Mindesteigenbeitrags ist wichtig bei der Riester-Rente. So nutzt man die staatlichen Zulagen optimal. Das macht die Altersvorsorge profitabler.
Wer sollte einen Riester-Vertrag abschlieĂźen?
Viele Leute finden einen Riester-Vertrag gut fĂĽr die Altersvorsorge. Besonders einige Gruppen profitieren von dessen Vorteilen.
Arbeitnehmer und Auszubildende
Die Riester-Rente ist super fĂĽr Leute, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Wenn du arbeitest oder eine Ausbildung machst, kannst du staatliche Zulagen und Steuervorteile bekommen. Das macht deine private Altersvorsorge noch wertvoller.
Selbstständige und Freiberufler
Selbstständige und Freiberufler sind bei Riester nur förderberechtigt, wenn sie rentenversicherungspflichtig sind oder über den Ehepartner mittelbar zulageberechtigt sind. Wer das nicht ist, profitiert erst von der neuen Förderung: Ab Januar 2027 werden Selbstständige, Gewerbetreibende und Freiberufler erstmals einbezogen.
Bezieher von Arbeitslosengeld
Für Leute, die Arbeitslosengeld bekommen, ist die Riester-Rente auch eine Überlegung wert. Sie können weiterhin gefördert werden, wenn sie gewisse Bedingungen erfüllen. Das geförderte Guthaben ist im Rahmen der förderfähigen Beträge pfändungsgeschützt. Beachten Sie aber: Nur beim Arbeitslosengeld I sind Sie weiter rentenversicherungspflichtig und damit unmittelbar zulageberechtigt, beim Bürgergeld nicht mehr. Das macht sie zu einer sicheren Wahl für deine Zukunft.
Riester Rente und Familien
Für Familien mit Kindern ist die Riester-Rente sehr nützlich. Besonders die Kinderzulage hilft viel. Sie ist ein wichtiger Teil der Förderung und verbessert die Altersvorsorge.
Vorteile fĂĽr Familien mit Kindern
Familien profitieren durch Riester deutlich. Ab 2018 gibt es jährlich 175 Euro Grundzulage. Für jedes kindergeldberechtigte Kind gibt es noch eine zusätzliche Zulage.
Je nach Geburtsjahr des Kindes ändert sich die Höhe. Kinder vor 2008 bekommen jährlich 185 Euro, danach geborene 300 Euro. Eine Familie mit zwei Kindern, eines vor und eines nach 2008, erhält bis zu 485 Euro.
Wenn ein Elternteil nicht in Riester einzahlt, kann dieser durch 60 Euro Mindestbeitrag dennoch 175 Euro Grundzulage bekommen.
Verteilung der Kinderzulage
Die Kinderzulage geht normalerweise an den Kindergeldempfänger. Auf Wunsch kann sie aber dem anderen Elternteil zugeordnet werden. Das ist besonders gut für verschiedene Familienformen. So kommt jeder in den Genuss der Zulage, unabhängig vom Geburtsjahr des Kindes.
| Geburtsjahr des Kindes | Kinderzulage pro Jahr | Zulage fĂĽr Familie |
|---|---|---|
| Vor 2008 | 185 Euro | Bis zu 485 Euro |
| Ab 2008 | 300 Euro |
Rund 37 Prozent aller Zulageempfänger erhalten nach der amtlichen Statistik zusätzlich mindestens eine Kinderzulage, das sind knapp vier Millionen Menschen. Zusammen mit der Grundzulage von 175 Euro ist das eine starke Unterstützung. Es lohnt sich, die Zulagen jedes Jahr zu beantragen, auch automatisch.
Nachgelagerte Besteuerung: Was bedeutet das?
Die nachgelagerte Besteuerung spielt bei der Riester-Rente eine große Rolle. Während der Einzahlungsphase gibt es Steuervorteile. Aber die später ausgezahlten Renten müssen versteuert werden. Dies gilt für monatliche Zahlungen, Teilbeträge und einmalige kleine Beträge.

Steuerpflicht in der Auszahlungsphase
Bei der Auszahlung der Riester Rente müssen Sie Steuern zahlen. Dies passiert meist, wenn Sie nicht mehr arbeiten. Da Ihr Steuersatz im Ruhestand oft niedriger ist, können sich Steuervorteile ergeben.
Höhe der Besteuerung
Wie viel Steuern Sie zahlen, hängt von Ihrem persönlichen Steuersatz ab. Dieser Satz wird auf die Renten angewandt.
- Monatliche Rentenzahlungen: Diese mĂĽssen voll versteuert werden.
- Teilauszahlungen: Bis zu 30% des angesparten Kapitals können steuerpflichtig entnommen werden.
- Kleinstbetragsrenten: Sind ebenfalls zu versteuern, eventuell zu einem niedrigeren Satz.
Sie müssen Ihre Riester-Rente in der Steuererklärung angeben. Besonders wichtig ist das Formular R-AV. Fehler können zu Rückforderungen führen. Die nachgelagerte Besteuerung sorgt für eine gerechte Besteuerung im Alter.
Wie wird die Riester Rente ausgezahlt?
Die Riester Rente Auszahlung erfolgt in der Regel mit Beginn des persönlichen Renteneintrittsalters. Dieser Zeitpunkt kann ab 60 oder 62 Jahren liegen, je nachdem, wann der Vertrag abgeschlossen wurde. Ab 2012 ist die Auszahlung ab dem frühesten Alter von 62 Jahren nach Vertragsabschluss möglich.
Die lebenslange Rente bedeutet monatliche Zahlungen bis zum Lebensende. Man kann auch bis zu 30 % des angesparten Kapitals auf einmal bekommen. Diese Möglichkeit ist als Kapitalauszahlung bekannt und wird voll besteuert.
Bei kleinen Renten, den Kleinbetragsrenten, ist eine einmalige Kapitalauszahlung erlaubt. Diese Einmalzahlung wird in der Grundsicherung angerechnet und ist zudem voll zu versteuern. Die Versteuerung dieser Auszahlung ist allerdings erforderlich, kann aber fĂĽr viele eine interessante Option sein.
Ein Vorteil der Riester-Rente ist der Freibetrag in der Grundsicherung: Angerechnet wird sie zwar, doch 100 Euro monatlich plus 30 Prozent des darüber liegenden Betrags bleiben anrechnungsfrei, höchstens die Hälfte der Regelbedarfsstufe 1. Das bedeutet, dass Empfänger von Sozialhilfe im Alter einen Teil ihrer Vorsorge behalten können. Bei einer vorzeitigen Kündigung des Vertrags müssen allerdings staatliche Zulagen und Steuervorteile zurückgezahlt werden.
Die Höhe der Riester Rente Auszahlung hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören Eigeninvestitionen, Ergebnisse der Fondsanlage und staatliche Zulagen. Durch diese Faktoren wird die Riester-Rente zu einer flexiblen und attraktiven Altersvorsorge.
| Vorteile der Riester Rente Auszahlung | Details |
|---|---|
| Lebenslange Rente | Monatliche Zahlungen bis zum Lebensende gesichert |
| Kapitalauszahlung bis 30% | Einmalige Auszahlung eines Teils des Kapitals möglich |
| Keine Anrechnung auf Sozialhilfe | Ermöglicht Beibehaltung eines gewissen Betrags der Altersvorsorge bei Bezug von Sozialhilfe |
| Flexibilität | Wahlmöglichkeit zwischen monatlicher Rente und Teilkapitalauszung |
Vorteile und Nachteile der Riester Rente
Die Riester-Rente ist ein beliebtes Mittel, um für das Alter vorzusorgen. Sie wird durch staatliche Förderungen attraktiver gemacht. So sichert sie ein solides Standbein im Alter.
Vorteile
Die Riester-Rente hat klare Vorteile. Besonders die staatliche Unterstützung und steuerlichen Vorteile stechen heraus. Vor allem Familien mit Kindern können durch zusätzliche Zulagen viel sparen.
- Grundzulage von 175 € pro Jahr
- Zusätzliche Kinderzulage von bis zu 300 € pro Kind pro Jahr (abhängig vom Geburtsdatum)
- Steuerliche Absetzbarkeit der Beiträge bis zu einem Höchstbetrag von 2.100 € jährlich
- Eine einmalige Berufseinsteigerzulage von 200 € für Versicherte bis 25 Jahre
- Hohe Sicherheit der eingezahlten Beiträge und Zulagen
Nachteile
Es gibt allerdings auch Nachteile bei der Riester-Rente. Diese machen sie fĂĽr manche weniger attraktiv.
- Oftmals niedrigere Rendite im Vergleich zu anderen Rentenvorsorgen
- Komplexe Antragsprozesse schrecken viele ab
- Im Alter mĂĽssen Rentenleistungen versteuert werden
- KĂĽndigung des Vertrages geht mit hohen Kosten einher
- Vererbung an andere Erben als den Ehepartner kostet die gesamte Förderung
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Grundzulage von 175 € pro Jahr | Komplexe Antragsstellung |
| Kinderzulage bis zu 300 € | Niedrigere Rendite |
| Steuerliche Absetzbarkeit bis 2.100 € | Nachgelagerte Besteuerung |
| Einmalige Berufseinsteigerzulage | Eingeschränkte Vererbbarkeit |
| Hohe Sicherheit der Beiträge | Hohe Kosten bei Kündigung |
Vergleich der Riester Rente mit anderen Altersvorsorgeprodukten
Bei der Altersvorsorge ist es wichtig, die Optionen zu kennen. Die Riester-Rente, betriebliche Altersvorsorge und private Rentenversicherung sind unterschiedlich. Jedes Produkt hat seine eigenen Vor- und Nachteile.
Riester-Rente vs. betriebliche Altersvorsorge
Die Riester-Rente unterstĂĽtzt vor allem Familien und Geringverdiener. Bis zu 2.100 Euro kann man steuerlich absetzen. Es gibt auch staatliche Zulagen: bis zu 175 Euro fĂĽr den Sparer und bis zu 300 Euro pro Kind.
Die betriebliche Altersvorsorge hat oft weniger Kosten. Sie bietet auch steuerliche Vorteile. Besonders gut ist sie, wenn der Arbeitgeber zusätzlich einzahlt. Aber die Einzahlungen sind weniger flexibel als bei der Riester-Rente.
Riester-Rente vs. private Rentenversicherung
Die Riester-Rente bietet durch staatliche Förderungen finanzielle Vorteile. Private Rentenversicherungen haben zwar höhere Renditechancen, aber keine staatlichen Zulagen. Mindestens 4 % des Bruttoeinkommens muss man bei der Riester-Rente einzahlen, um volle Förderung zu bekommen.
Beide Produkte, Riester-Rente und private Rentenversicherung, sind unterschiedlich zu bewerten. Neutrale Orientierung bieten Ihnen die Verbraucherzentralen und die Untersuchungen von Stiftung Warentest, die Kosten und Renditen unabhängig von Vermittlungsprovisionen bewerten.
Die richtige Altersvorsorge hängt von der persönlichen Situation ab. Es ist entscheidend, alle Möglichkeiten genau zu prüfen. Dabei sollte man die Vor- und Nachteile jeder Option beachten.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Riester-Rente?
Eine staatlich geförderte private Altersvorsorge mit Zulagen und Steuervorteilen, die die gesetzliche Rente ergänzt.
Wer ist förderberechtigt?
Angestellte, Beamte und Arbeitnehmer in der Landwirtschaft sowie unter Bedingungen nicht erwerbstätige Ehepartner.
Wie hoch sind die Zulagen?
Grundzulage 175 Euro jährlich, Kinderzulage 300 Euro (185 Euro für vor 2008 geborene Kinder) und 200 Euro Berufseinsteigerbonus.
Welche Steuervorteile gibt es?
Beiträge bis zu 2.100 Euro jährlich sind als Sonderausgaben absetzbar.
FĂĽr wen lohnt sich die Riester-Rente?
Besonders für Familien, Geringverdiener und Berufseinsteiger — allerdings können Sie einen Riester-Vertrag nur noch bis zum 31. Dezember 2026 neu abschließen. Danach gelten die neuen geförderten Altersvorsorgeprodukte.
