Gesundheit

Tuberkulose – geschwächtes Immunsystem

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Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit. Sie wird durch die sogenannte Tröpfcheninfektion übertragen. Eine Impfung schützt nur bedingt.

Tuberkulose (abgekürzt: TBC) ist eine schwere, chronisch verlaufende Infektionskrankheit und wurde früher auch als Schwindsucht bezeichnet . Sie wird per Tröpfcheninfektion, also zum Beispiel beim Husten, übertragen. Auch Rinder können an Tuberkulose erkranken. Die Krankheit kann dann, zum Beispiel durch nicht pasteurisierte Milch, auf den Menschen übertragen werden. In Industrie-Ländern kommt dies in der Regel nicht vor.

 

Vor allem immungeschwächte Personen sterben an Tuberkulose
Tuberkulose ist die Häufigste der tödlichen Infektionskrankheiten. Krankheitserreger sind Bakterien des Typus Mykobakterium tuberculosis. Weltweit tragen schätzungsweise 2 Milliarden Menschen den Erreger in sich, doch nur etwa 5-10 Prozent der Infizierten erkranken auch an Tuberkulose. Tödlich verläuft die Krankheit vor allem bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem, besonders bei HIV-Infizierten. Jährlich sterben schätzungsweise 1,5 bis 3 Millionen Menschen an TBC, vor allem in den armen Ländern Afrikas, Asiens, zunehmend aber auch Osteuropas. Grund ist zumeist fehlende Behandlung, da die nötigen Antibiotika zu teuer sind. In Deutschland ist die Tuberkulose rückläufig.

Nur etwa 5.000-7.000 Menschen erkrankten im letzten Jahr an ihr.

 

Krankheitsverlauf
Der Krankheitsverlauf erfolgt in zwei Hauptetappen. Die Mykobakterien überleben oft jahrelang im Körper, ohne dass es zu einem Ausbruch der Krankheit kommt. Bei einer Beeinträchtigung der Immunabwehr können sich die Erreger vermehren, so dass es zu einer Tuberkulose im Frühstadium kommt. Die Symptome sind dabei unspezifisch und ähneln denen einer leichten Grippe. Husten mit gelb-grünlichem Auswurf, Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder leichtes Fieber sind oft von Nachtschweiß begleitet. In diesem Stadium spricht man von einer geschlossenen, leichten Tuberkulose, die nicht ansteckend ist. Beim Auftreten dieser Symptome sollte ein Hausarzt aufgesucht werden.

 

Ansteckende Tuberkulose meldepflichtig
Kommt es zu andauerndem, starkem Husten mit blutigem Auswurf, liegt eine ansteckende, offene Tuberkulose vor, bei der die Tuberkuloseerreger die Lunge befallen haben und dort das Gewebe zerstören.

Gesundheit
In diesem Fall muss unbedingt ein Arzt informiert werden, da Tuberkulose in Deutschland meldepflichtig ist. Im fortgeschrittenen Stadium können sich die Bakterien über die Blutbahnen auf zahlreiche andere Organe ausbreiten. Die Lymphknoten werden am häufigsten befallen, seltener auch die Harnwege, der Darm, die Gelenke oder die Hirnhaut (tuberkulöse Meningitis).

 

Therapie mit Antibiotika
Die medikamentöse Therapie dauert mindestens ein halbes Jahr und besteht aus einer Antibiotika-Kombination, da die Tuberkulose Bakterien zunehmend Resistenzen gegen Antibiotika entwickeln und nur so eine Rückfälligkeit vermieden werden kann. Da seit 1998 nicht wegen mangelnder Wirksamkeit nicht mehr gegen Tuberkulose geimpft wird, besteht die einzige Möglichkeit zur Prävention im schnellen Erkennen und Behandeln der Krankheit.

Impfung
Untersuchungen zum Impfstoff gegen Tuberkulose ergaben, dass eine Immunität nur bedingt gegeben ist. Die Studie fand sogar heraus, dass Menschen ohne Impfung weniger oft an Tuberkulose erkrankten als geimpfte Probanden. Darüber hinaus kann es nach der Impfung zu Komplikationen und Erkrankungen wie Abszessen an der Impfstelle, Lymphknotenschwellungen bis hin zu Eiterungen kommen. Ferner kann die Impfung zu Knochen- und Knochenmarksentzündungen, Gehirnhautentzündungen und Augenaffektionen kommen.

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