„Laßt unsere Nahrung so natürlich wie möglich“ sagte schon Werner Kollath und drückt damit den wichtigsten Leitsatz der Vollwertküche aus.
Die Grundregel: Was gehört zur Vollwertküche?
Hochwertige Pflanzliche Produkte
Man wird sich das meiste logisch denken können. Natürlich gehört viel frisches Obst und Gemüse täglich auf den Speiseplan. Wichtig ist außerdem, dass mindestens ein Drittel davon in irgendeiner Form roh verzehrt wird. Was für viele Kochfans vielleicht erst einmal abschreckend klingt, ist gar nicht so schwer. Es gibt Unmengen leckerer Salate, mit den verschiedensten Gemüse- und Obstsorten.
Milch, Ei und Fleisch
Bei Milch und Milchprodukten muss man sehr aufpassen, da der Großteil in den Supermärkten so weit verarbeitet ist, dass sie kaum noch relevante Nährwerte und Fette enthalten. Hier heißt es auch auf möglichst Naturbelassenes zurückgreifen: Statt ultrahocherhitzter, lediglich pasteurisierte Milch. Noch besser, aber selten angeboten, ist Vorzugsmilch. Dafür wird die Rohmilch lediglich gefiltert und danach abgepackt, somit ist sie auch nur etwa zwei Tage haltbar. Das gleiche gilt für Milchprodukte und streicht so viele Süßigkeiten vom Speiseplan, die ohnehin eher „Nahrungsmüll“ sind. Bei Ei, Fleisch und Fisch heißt es sich zurückzuhalten.
Vollkorn ist das A und O
Die vielleicht wichtigste Umstellung in der Vollwert-Küche ist die ausschließliche Verwendung von Vollkorn und Vollkornprodukten, sei es bei Reis, Mehl oder Mehlprodukten, wie Nudeln. „Vollkorn“ bedeutet, dass das Korn nicht von seinen Randschichten, der Kleie, oder Keimlingen befreit wurde. In diesen Randschichten steckt nämlich der Großteil, der enthaltenen Ballaststoffe, Vitamine, Fette und Mineralien. Vollkorn ist dann als Schrot oder Mehl erhältlich, wobei das Vollkornmehl keine Typenzahl aufweist, wie es bei Weißmehl üblich ist. Ebenso kann man ganze Körner in Gerichten verarbeiten.
Süßen und Würzen
Das Würzen erfolgt in der Vollwertküche überwiegend mit frischen Kräutern und nur mit wenig Salz. Man merkt schnell selber, dass man immer weniger Salz braucht und einen feineren Geschmack entwickelt. Ebenso steht es mit Süßen. Hierfür werden hochwertige Vielfachzucker, wie Honig, Ahornsirup oder süßes Obst verwendet. Industriezucker hat in der Vollwertküche nichts verloren, da er keinerlei Nährwert hat und ein gesundheitsschädigendes Suchtmittel ist.
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