Psychologie

Verschiedene Persönlichkeitsmodelle: Wer bin ich?

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Anhand verschiedener Persönlichkeitsmodelle ist es möglich, mehr über sich herauszufinden.

Die Persönlichkeiten verschiedener Menschen in ein komplexes System zu packen, ist keine Erfindung der Neuzeit, sondern war schon in der Antike beliebt. Theophrast von Hohenheim alias Paracelsus war einer der ersten, der sich an einer Typologie versuchte. Ganz ernst nehmen kann man die aber nicht, denn einer der Persönlichkeiten hieß Aufschneider, der den Ausländern erzählte, wieviel Geld er besaß. Der wahre Vater solcher Persönlichkeitsmodelle wie wir sie heute kennen, ist aber ein anderer: Hippokrates. In seiner Temperamentenlehre beschreibt er den Zusammenhang zwischen den Körpersäften und dem Temperament und legte damit den Grundstein für Typologien, die körperliche und seelische Merkmale zusammenbrachten.

Antworten finden
Dass Persönlichkeitsmodelle so beliebt sind, ist kein Zufall, denn sie eröffnen jedem den Blick ins Unterbewusste. Sie ermöglichen es, das eigene Fühlen, Denken und Handeln zu erkennen und zu verstehen. Dieses Wissen wiederum bildet die Grundlage für persönliches Wachstum. Darüber hinaus zeigen sie auf, wie die eigene Persönlichkeit aufgebaut ist und wie sich von anderen unterscheidet.
Indem man erkennt, warum andere auf eine bestimmte Weise handeln, kann man leichter kommunizieren und sogar Konflikte lösen.

Die Temperamentenlehre nach Hippokrates
Zu einer der ersten Typologien gehört die Temperamentenlehre des Hippokrates. Ausgehend von der Vier-Elemente-Lehre besteht alles Sein aus Wasser, Erde, Luft und Feuer. Diesen Elementen sind verschiedene Eigenschaften zugeordnet, Wasser beispielsweise ist feucht und kalt. Auch im Menschen gibt es solche Elemente, die hier als Säfte bezeichnet werden: Blut, Galle und Schleim. Sind diese gleichmäßig verteilt, hat der Mensch ein harmonisches Temperament, überwiegt aber einer der Säfte, kann man einen Haupt-Charakter erkennen.
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Hippokrates unterscheidet vier verschiedene Typen:

  • Der Choleriker (Gelbe Galle vorherrschend): Element Feuer, impulsiv, wechselhaft, nach außen gerichtet
  • Der Sanguiniker (Blut vorherrschend): Element Luft, kontaktfreudig, lebhaft, nach außen gerichtet
  • Der Phlegmatiker (Schleim vorherrschend): Element Wasser, schwerfällig, nach innen gerichtet
  • Der Melancholiker (schwarze Galle vorherrschend): Element Erde, traurig und grüblerisch, nach innen gerichtet
Ebenfalls heute noch bekannt ist das System (Konstititutionstypologie) des Tübinger Psychiaters Kretschmer, der verschiedene Körpertypen unterscheidet und von diesen auf die Persönlichkeit schließt. Zu dieser Typologie gehören der Pykniker, Leptosom, Athlet und Dysplastiker.

Vielzahl von Modellen
Während viele Persönlichkeitsmodelle für den Normalbürger weitestgehend unbekannt sind, vertrauen vor allem große Unternehmen auf ihre Aussagekraft. Auch in Psychotherapien oder Selbstfindungsseminaren kommen solche Modele zum Einsatz.
Man kann sie grundsätzlich unterscheiden in solche, die einen wissenschaftlichen Hintergrund haben, diese arbeiten mit Fragebögen, auf deren Basis ein Persönlichkeitsprofil erstellt wird. Hierzu zählen beispielsweise das Big-Five-Modell, DNLA, Insights MDI oder Alphaplus. Daneben gibt es spirituell inspirierte Modelle, manche von ihnen bereits mehrere Jahrhunderte alt. Hierzu gehört etwa das Enneagramm.
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