Gesundheit
Schwangeren wird Grippeschutzimpfung empfohlen
Für eine notwendige Grippeschutzimpfung gibt es mehrere Gründe. Erst einmal sind werdende oder frischgebackene Mütter besonders anfällig für Komplikationen, wenn sie an einer Grippe erkrankt sind. Es treten häufig schwere Nebenerkrankungen wie Lungenentzündungen auf. Ein weiterer Grund ist, dass die Verabreichung von Arzneimitteln oft bedenklich ist. Medikamente wirken sich auf den Körper einer Schwangeren anders aus. Vor allem muss das Risiko abgewägt werden, inwieweit sich die Präparate auf das Ungeborene auswirken.
Wojcinski erklärt, dass keine Gefahren für Mutter und Kind zu erwarten sind, wenn sich die Mutter nach dem ersten Schwangerschaftsdrittel mit einem Totimpfstoff immunisieren lässt. Ohne eine solche Impfung besteht zum Beispiel das Risiko, dass bei einer Influenza-Infektion plötzliches Fieber eine Fehlgeburt auslöst.
Update 16.51 Uhr:
Forscher von der Universität Aarhus in Dänemark fanden sogar heraus, dass eine Influenzaerkrankung offenbar ein Risikofaktor für eine spätere Schizophrenie ist. Grundsätzlich sorgen Komplikationen in der Schwangerschaft nicht selten für psychische Erkrankungen im späteren Leben. Die dänische Studie besagt, dass Menschen, deren Mütter in der Schwangerschaft an einer Grippe erkrankten, ein bis zu acht Prozent höheres Erkrankungsrisiko für Schizophrenien hatten.

