Gesundheit
Mineralwasser für Säuglinge ungeeignet
Bei Uran handelt es sich um ein wasserlösliches Schwermetall, das in vielen natürlichen Mineralwässern vorkommt. Für Säuglinge und Kleinkinder kann ein zu hoher Gehalt nierenschädigend sein. Da diese im Gegensatz zu Leitungswasser nicht gefiltert werden dürfen, bleibt das Uran darin enthalten. Bisher gibt es keine gesetzlichen Mindestwerte für eine Uran-Höchstmenge in Mineral- und Trinkwasser. Es dürfen allerdings nur Mineralwasser, die nicht mehr als zwei Mikrogramm Uran pro Liter enthalten, als für Säuglinge geeignet ausgezeichnet werden.
Thilo Bode von foodwatch fordert die Bundesverbraucherministerin Aigner und Bundesgesundheitsministerin Schmidt nun auf, eine generelle gesetzliche Höchstmenge von zwei Mikrogramm festzulegen. Die deutschen Behörden dagegen sehen noch einen Wert von zehn Mikrogramm als unbedenklich und halten die seit 2006 eingeführte Auszeichnung „geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ für völlig ausreichend.

