Gesundheit

Kommerzielle Potenzmittel helfen auch Frauen

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FZ, 17.04.2009 09:39:00
Erektionsprobleme bei Männern gehen an die Substanz. Wenn Mann über verminderte Standhaftigkeit im Bett klagt, ist das ein harter Schnitzer für das Ego und die Psyche. Gott sei Dank gibt es dafür spezielle Medikamente wie Viagra und Co. , die durch sogenannte PD-5-Hemmer die Durchblutung im Penis vergrößern und so zu erneutem Spaß im Bett führen. Die Männerwelt profitiert schon seit Jahrzehnten von diesen Hemmern mit den Wirkstoffen Sildenafil, Vardenafil und Tadalafil.Für Frauen mit Störungen der Libido, wusste man bisher keinen Rat. Oftmals geht die weibliche Bevölkerung auch nicht zum Arzt, wurde gerade den älteren Generationen doch vermittelt, dass Frauen nicht so einfach zum Orgasmus kommen und über nicht so eine ausgeprägte Libido verfügen wie Männer. Diese Ansicht ist natürlich komplett veraltet. Frauen, die an sich Lust- und Orgasmusstörungen feststellen, sollten dies nicht hinnehmen.Für dieses Problem, auch FSD genannt, gab es bisher kaum Wirkstoffe.
Dabei ist die Ursache dafür in den meisten Fällen ebenfalls eine Durchblutungsstörung weiblicher Genitalien wie Vagina und Klitoris.Wissenschaftler des Medial College of Georgia haben sich mit diesem Problem beschäftigt und versuchten herauszufinden, ob die PD-5-Hemmer in Potenzmitteln auch bei Frauen zu einer Verbesserung der Situation führen können. Dabei konzentrierten sie sich im Tierversuch auf die „Ateria Pudenda interna“. Dieses Blutgefäß versorgt beim Mann den Penis, ist aber auch bei der Frau vorhanden und leitet Blut in Vagina und Klitoris. Dabei fand man heraus, dass alle drei Substanzen bei männlichen und weiblichen Ratten die Durchblutung erhöhen und die Empfindlichkeit dieser Geschlechtsteile verbessern Lediglich sprachen die männlichen Tiere besser auf Vardenafil an, wobei die weiblichen vermehrt auf eine geringe Dosis von Sildenafil reagierten.Der Wissenschaftler Kyan J. Allahadi findet, dass eine Behandlung mit PD-5-Hemmern bei FSD sinnvoll sein kann, wenn diese durch eine verringerte Durchblutung verursacht würde. Allerdings seien hier noch weitere Untersuchungen vonnöten.Bisher konnte bei der Behandlung der Sexualstörung nicht auf die Medikamente zurückgegriffen werden, da ausschlaggebende Studien fehlten.
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