Gesundheit
Alkoholismus bei Jugendlichen
Die Ursachen dieser Entwicklung sind, laut der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie
und Jugendmedizin (DGSPJ), vielfältig.
Andreas Seidler, Delegierter der DGSPJ im Ausschuss Jugendmedizin der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) kritisiert, dass dieser Entwicklung nicht genügend Einhalt geboten werde. Natürlich freue er sich über die wenigen effektiven Maßnahmen, wie die Sondersteuer auf spirituosenhaltige Alcopop-Getränke oder die abgesenkte Promillegrenze für Fahranfänger, doch es bedarf mehr Aufklärung um präventiv gegen den Alkoholismus Jugendlicher vorgehen zu können.
Erste Schritte seien zwar gemacht, doch bereits vorhandene Aktionen müssen erheblich ausgebaut werden. Ein gestartetes Programm, welches Kinder und Jugendliche, deren Alkoholkonsum bereits jedes Limit überschritten hat, gezielte Beratung bietet, (noch) nicht betroffene Teenager mit Beratungs- und Präventionsangeboten sensibilisiert und zusätzlich gezielt lokale Verantwortliche (Vereine, Polizei) anspricht, um ein frühes präventives Eingreifen zu ermöglichen, ist durchaus sinnvoll und erfolgreich. Diese Konzept hat sich sogar so sehr bewährt, dass es mittlerweile auf elf Bundesländer ausgeweitet wurde. Ebenso seien entsprechende Weiterbildungen von Fachärzten, welche unter der Mitwirkung der Kommission "Jugendmedizin" der DAKJ erarbeitet worden und in das Weiterbildungsprogramm EuTEACH eingeflossen sind, ein Schritt in die richtige Richtung, aber auf keinen Fall ausreichend.

