Gesundheit

Ärzteverband klagt über Ärztemangel

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RO, 22.04.2009 10:03:00
Der Vizepräsident der Bundesärztekammer Frank Ulrich Montgomery stellte fest, dass die steigende Anzahl an Ärzten immer noch nicht ausreicht, um den Bedarf in Deutschland zu decken. Dies sei auch nicht allein ein typisches Phänomen in Ostdeutschland, sondern betrifft den gesamten Bundesraum. In dieser Entwicklung sieht er keinen Widerspruch. Die steigende Zahl der versorgungsbedürftigen älteren Patienten verlangt einen erhöhten Personaleinsatz. Doch entscheiden sich immer mehr Frauen für die Medizin, allerdings in erhöhtem Maße nur in Teilzeitarbeit. So leisten sie ein „geringeres Arbeitsvolumen“ als die Kollegen. Die neuen Arbeitszeitenregelungen sorgen außerdem dafür, dass lediglich das gleiche Arbeitspensum auf mehr Mediziner verteilt wird.

Montgomery zieht für die Zukunft die Schlussfolgerung, dass immer weniger der hochqualifizierten Jungmediziner bereit sind "ihren Lebensstil, ihre Lebensqualität und ihre Arbeitnehmerrechte sozusagen an den Pforten der Krankenhäuser, der medizinischen Versorgungszentren oder am Eingang ihrer Praxis abzugeben".
Daher gilt für die Zukunft, eine weitere bürokratische Entlastung und finanzielle Würdigung der ärztlichen Arbeit durch zusätzliche Maßnahmen der Politik. Die Krankenkassen müssen sich derzeit aber mit der Verteilung des zusätzlichen Budgets unter den niedergelassenen Ärzten beschäftigen. Es sollen daher am dem 1. Juli bestimmte Leistungen aus dem Regelleistungskatalog genommen werden. Ein höheres Budget ist nach Meinung der Krankenkassen absurd, da lediglich die Honorarverteilung unter bestimmten Versorgungsgesichtspunkten in Deutschland mangelhaft sei.
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