Eine Gewichtszunahme in den Wechseljahren ist fast Normalität. Die Fettverteilung ändert sich und manche Frauen legen an Gewicht zu.
Wechseljahre = Gewichtszunahme?
Aufgrund des Ungleichgewichtes im Hormonhaushalt während der Wechseljahre kommt es zu einer Verlagerung der Fettreserven und somit zur Gewichtszunahme. Die weiblichen Sexualhormone sind stark vermindert, daraus folgt, dass die männlichen Sexualhormone (Androgene) verstärkt wirken, obwohl sich ihre Konzentration im Blut nicht ändert. Es kommt zu einer eher männlichen Fettverteilung. Während die Frau vor dem Klimakterium eher um die Hüften und am Gesäß zunahm, nimmt sie nun vermehrt am Bauch zu, wobei die Taille langsam verschwindet. Bildlich lässt sich die Figurveränderung vom Birnen- zum Apfeltyp zusammenfassen. Diese männliche Fettverteilung birgt ein erhöhtes Erkrankungsrisiko für Diabetes, Bluthochdruck und Herzkreislaufprobleme. Dazu kommt, dass der Grundumsatz schon ab dem 30. Lebensjahr stetig abnimmt. Die Muskulatur, welche die meiste Energie nutzt, nimmt in Folge der Östrogenreduktion ab. Daher nehmen Frauen im Alter meist zu. Wer also in den Wechseljahren genauso viel isst wie zuvor, nimmt automatisch an Masse zu.
Füllige Frauen zufriedener
Was die Frau aber ein wenig milde stimmen kann, ist, dass es auch positive Effekte der angereicherten Fettreserven gibt.
Gewichtserhaltung
Während der Wechseljahre sollte die Frau auf ihr Gewicht achten. Eine starke Gewichtszunahme führt zu einer beschleunigten Alterung und diversen Verschleißerscheinungen. Mit zunehmendem Alter sinkt der Grundumsatz, daher sollte eine Kalorienrestriktion stattfinden. Damit ist aber keine strenge Diät gemeint. Der Körper braucht weniger Energie, da die Muskelmasse abnimmt. Daher sollte auf ein wenig Sport nicht verzichtet werden. Sportliche Betätigung fördert die Durchblutung der Unterleibsorgane, daneben wird der Körper gestärkt. Nicht zu vergessen ist die stimmungserhellende Wirkung sportlicher Betätigung.


