Eine private Zusatzversicherungen bietet dem gesetzlich Versicherten die Möglichkeit, den Umfang der medizinischen Leistungen zu verbessern.
Die kürzlich in Kraft getretene Gesundheitsreform bringt für den Patienten zahlreiche Veränderungen und Neuerungen mit sich. Einige Leistungen wie empfohlene Impfungen werden künftig von den Krankenkassen übernommen, andere fallen dagegen in die Verantwortung des Einzelnen. Wer sich rundum absichern möchte oder spezielle Bedürfnisse hat, für den kann der Abschluss von Zusatzversicherungen sinnvoll sein.
Private Zusatzversicherung - Zusätzliche Leistungen
Die zusätzlichen Versicherungspakete werden von den gesetzlichen Krankenkassen vermittelt, die dafür wiederum spezielle Konditionen mit privaten Unternehmen aushandeln. Dabei ist das Angebot so breit wie die Möglichkeiten medizinischer Behandlung. Nun kann zusätzlich auch Versicherungen für homöopathische Heilmethoden, für Auslandsreisen oder Zahnersatz abschließen. Den Versicherungskunden kann dies zunächst verwirren. Verbraucherschützer raten daher, nicht überstürzt vermeintlich günstige Verträge abzuschließen. Gefragt ist ein kühler Kopf und die Analyse: Was brauche ich wirklich? Daraufhin lohnt sich ein Vergleich unterschiedlicher Pakete.
Auch wenn das Kleingedruckte abschreckend wirken kann, ist es sinnvoll, sich die Vertragsbedingungen genau durchzulesen. Wer im nachhinein feststellt, doch nicht die richtige Wahl getroffen zu haben, hat 14 Tage nach Abschluss des Vertrags Zeit, von diesem zurückzutreten. Hierbei handelt es sich um ein Recht des Versicherungsnehmers, der daher auch nicht verpflichtet ist, Gründe anzugeben.
Zwar wird die private Zusatzversicherung von einer gesetzlichen Krankenkasse beworben, dennoch sollte sich der Kunde im Klaren darüber sein, dass diese nur Vermittlerin ist. Der Vertrag kommt mit einem privaten Unternehmen zustande. Wenn es später zu Problemen kommt, müssen eventuelle Streitigkeiten auch mit dem privaten Unternehmen geklärt werden.
Krankenkassenwechsel
Vorsicht ist auch beim Wechsel der Krankenkasse geboten.
Schließlich sind die privaten Versicherer nicht verpflichtet, ihre Leistungen allen zu denselben Konditionen anzubieten. Wer also einer Risikogruppe angehört, älter als 65 ist oder bei einer Gesundheitsprüfung schlecht abschneidet, kann höher zur Kasse gebeten oder ganz abgelehnt werden. Deswegen ist es ratsam, Probeanträge zu stellen, um Klarheit über die wirklichen Kosten der Zusatzversicherung zu erhalten.


