Gesundheit

Was ist dran an "Sport ist Mord"?

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Sport ist Mord. Auch wenn der Satz eher an Sportmuffel erinnert, ist doch etwas Wahres an ihm dran.

Es scheint, als wäre der berühmte Satz "Sport ist Mord" eine von Bewegungsmuffeln geschickt gestreute Legende, die jeden Ansatz körperlicher Bewegung augenblicklich im Keim ersticken soll. Doch nach intensiver Internet- und Fachbuchrecherche stößt man auf viele Fälle, in denen Menschen nach der Ausübung einer Sportart tatsächlich zu Tode gekommen sind. Da sind zum einen die Fußballer, die ohne äußere Einwirkungen einfach zusammenbrechen und nicht wieder aufstehen. Auch Basketballer oder Kugelstoßer sind vor dem plötzlichen Sportlertod nicht sicher. Eines ist jedoch unumstößlich: der Zufallstod betrifft vor allem Leistungssportler.

Sport ist Mord: Wenn das Herz einfach aussetzt

Todesursache Nummer Eins sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Während Hobbysportlern geraten wird, vor der Aufnahme sportlicher Betätigung den Hausarzt aufzusuchen und einen umfassenden Gesundheitscheck vornehmen zu lassen, ist die medizinische Kontrolle leistungsorientierter Menschen bei weitem nicht so sorgfältig. Und so sorgen unerkannte Vorerkrankungen, schlecht ausgestattete Sportstätten, hohes Trainingsvolumen und das Fehlen regelmäßiger Check- ups für diese hohe Todesstatistik.
Eine italienische Studie belegt, dass Leistungssportler ein 2,5 Mal höheres Risiko aufweisen, an einer Herzerkrankung zu sterben, als Hobbysportler. Das Zusammenspiel aus extremer körperlicher Belastung und einer breiten Palette schädigender Risikofaktoren, in manchen Fällen bedeutet dies auch Doping- führt bei etwa 900 Leistungssportlern jährlich zum vorzeitigen Tod. Sportmediziner fordern daher seit Langem, dass Leistungssportler regelmäßig auf Herzerkrankungen hin untersucht werden.

Ehrgeizige Hobbysportler neigen zur Überschätzung
Doch auch ehrgeizige Hobbysportler sorgen immer wieder für Schlagzeilen, weil sie dazu neigen, ihre Belastungsfähigkeit zu überschätzen. Bei Volksläufen oder Marathons brechen viele von ihnen einfach zusammen. Später stellt sich heraus, dass sie sich und ihrem Körper viel zu viel zugemutet haben.
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In Kombination mit fehlender Wasser- und Mineralienaufnahme entsteht ein tödliches Spiel mit dem Tod.

Führt unausgeheilte Grippe zum Tod?
Der normale Freizeitsportler hingegen braucht sich nicht zu sorgen, Menschen, die regelmäßig aber nicht exzessiv Sport betreiben, sterben äußerst selten an den Folgen der körperlichen Betätigung. Ganz im Gegenteil, regelmäßige körperliche Betätigung stärkt das Herz-Kreislauf-System und beugt vielen Krankheiten effektiv vor. Mehr noch: Konstante sportliche Aktivität ist der Anti- Aging-Motor schlechthin- schlummernde Stoffwechselprozesse werden wieder in Gang gesetzt, der Körper regeneriert alte Zellen und bleibt (innerlich) jugendlich und vital. Doch auch Freizeitsportler müssen auf ihren Körper hören und individuelle Grenzen akzeptieren. So muss eine Virusgrippe vollständig ausgeheilt sein, bevor die sportliche Aktivität wieder aufgenommen werden darf. Geschieht das nicht, kann der Herzmuskel in Mitleidenschaft gezogen werden, spätere Komplikationen, die mitunter auch tödlich enden, sind dann nicht mehr ausgeschlossen. Intensiv trainierenden Menschen wird außerdem empfohlen, als Sport begleitende Techniken Entspannungsübungen durchzuführen, um den Organismus in Balance zu halten, und ihm die Gelegenheit zu geben, starker sportlicher Belastung standzuhalten.
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