Gesundheit

Schweißgeruch

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Ob beim Sport oder bei heißen Sommertagen, jeder kennt es, wenn man anfängt zu schwitzen. Doch Schweißgeruch unterscheidet sich von Person zu Person

Ein heißer Sommertag, die Sonne entfaltet all ihre wärmende Kraft. Alles könnte so schön sein, wäre da nicht dieses ewige Problem. Bald nachdem man frisch geduscht das Haus verlassen hat, bilden sich erste Schweißflecken unter den Armen, im Verlauf des Tages beginnt man unangenehm zu riechen, der typische Schweißgeruch stellt sich ein. Selbst ein teures Deodorant kann jetzt nicht mehr helfen.

Schweiß ist geruchlos
Entgegen der allgemeinen Annahme vieler Menschen ist es keineswegs der Schweiß selbst, der unangenehme Ausdünstungen an die Umwelt aussendet. Schweiß ist weitgehend geruchlos. Erst durch den Kontakt mit Bakterien zersetzt er sich und entwickelt den charakteristischen säuerlichen Geruch. Wenn es draußen heiß ist und der Körper seine Temperatur regulieren muss, senden die Drüsen, die vor allem im Achsel- und Genitalbereich liegen, den Befehl, Flüssigkeit auszusondern. Diese ist sehr fettsäurehaltig und stark eiweißhaltig. Wenn der Schweiß an die Hautoberfläche gelangt, verbindet er sich recht schnell mit Mikroorganismen. Diese finden sich besonders an behaarten Stellen des Körpers.
In Verbindung mit den sogenannten Corynebakterien entsteht schnell die schlecht riechende Methylhexansäure.

Schweißgeruch von verschiedenen Faktoren abhängig
Wie viel man schwitzt oder wie (stark) die Abbauprodukte des Schweißes riechen, ist durch verschiedene Faktoren bestimmt. So können einige Nahrungsmittel und Getränke, aber auch Drogen und Erkrankungen, sogar der Hormonlevel, das Ausmaß und den Geruch beeinflussen. Zwiebeln, Koffein, Alkohol und bestimmte Gewürze verstärken den Eigenduft merklich. Auch verschiedene Krankheiten rufen einen charakteristischen Schweißgeruch hervor. Diabetiker etwa, die einen hohen Blutzuckerspiegel aufweisen und deren Insulingaben schlecht auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt sind, können an einem signifikanten Acetongeruch erkannt werden. Schwere Leber- und Nierenschäden gehen ebenfalls mit einem typischen Schweißgeruch einher.

Schweiß individuell unterschiedlich
Schweiß enthält bestimmte Steroid-Verbindungen, besonders die sogenannten 16-Androstene.
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Diese sind besonders im Schweiß, der in der Achselgegend und im Genitalbereich abgesondert wird, übermäßig vertreten. Wenn die Bakterien den Schweiß zersetzen, entsteht der individuell einmalige Geruch. Umso mehr Androstene ein Mensch besitzt, desto stärker wird der Schweiß riechen. Zwei Bestandteile sind besonders wichtig für die Geruchsentwicklung. Wenn Androstenol vorherrscht, neigt der Schweiß dazu, einen stark moschusartigen Duft zu entwickeln. Ist hingegen Androstenon dominant, entwickelt der Schweiß einen an Urin erinnernden Geruch. Abschließend soll noch ein weiterer Mythos aufgeklärt werden. Es ist falsch, dass Menschen, die stark nach Schweiß riechen, Defizite in ihrer Köperhygiene aufweisen. Solche Personen sind lediglich von der Natur besonders gestraft worden, denn sie weisen einen hohen Anteil an den geruchsbildenden 16-Androstenen auf.
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