Cola kann ein Stück Wurst auflösen und wird im Haushalt als Allzweckreiniger eingesetzt. Ist Cola schädich oder hilft sie sogar bei Magenschmerzen?
Das amerikanische Kultgetränk ist nicht nur Wunderwaffe im Alltag, sondern hat auch immer wieder die Fantasie und Innovationsfreude zum Blühen gebracht. Aber ein Mythos hält sich bis heute: Legt man ein Stück Fleisch über Nacht in ein Glas mit Cola soll es sich angeblich auflösen. Ein deutscher Cola-Konkurrent soll es gewesen sein, der das Gerücht während der Nazizeit in die Welt gesetzt hat, ein kläglicher Versuch, den Konsumenten die Freude an ihrem Lieblingsgetränk zu nehmen.
Selbstversuch mit T-Bone-Steak
Wie ist das aber nun mit dem Fleisch und der Cola? Wissensbegierige Internetnutzer und neugierige Fernsehmacher wollten es ganz genau wissen.
Die Ursache der Verfärbung ist die in Cola enthaltene Phosphorsäure. Jene Säure, die in anderen Softdrinks genauso enthalten ist wie im gesunden Orangensaft. Da die menschlichen Magenwände aber mit einer widerstandsfähigen Schleimhaut ausgestattet sind, kann der Magen auch hoch prozentigen Alkohol, fettiges Fleisch oder eben Cola überstehen, ohne Schaden zu nehmen.
Cola gegen Magenschmerzen
Cola hat sogar positive Aspekte. Phosphorsäure wirkt beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt.
Wann ist Cola schädlich?
Dentisten und Hausärzte aber warnen vor einem übermäßigen Genuss des braunen Softdrinks. Denn, obwohl Phosphorsäure nicht in der Lage ist, dem Magen Schaden zuzufügen, ist sie alles andere als gesund und Cola schädlich. Stark säurehaltige Getränke haben einen schädigenden Einfluss auf die Zahnsubstanz. Wenn man über den Tag verteilt immer wieder Cola in kleinen Schlucken zu sich nimmt, sinkt der pH-Wert im Mund immer wieder ab, wichtige Mineralstoffe werden aus dem Zahnschmelz herausgelöst. Dadurch wird er weicher und weniger widerstandsfähig. Beim Zähneputzen oder starken Kaubewegungen, könnten so leicht kleine Stückchen des Zahns abgelöst werden.
Im Normalfall sorgt der Speichel für die natürliche Reinigung der Zähne, wenn aber ausschließlich Cola getrunken wird, erleidet der Zahn immer größere Schäden, Zahnärzte sprechen in diesem Zusammenhang von der Säureerosion.
Phosphorsäure begünstigt Osteoporose
Auch Allgemeinärzte zeigen sich besorgt; denn Phosphorsäure löst Kalzium aus den Knochen und verhindert die neuerliche Aufnahme des Mineralstoffs. Untersuchungen haben gezeigt, dass junge Mädchen ein deutlich erhöhtes Risiko haben, in späteren Jahren an der degenerativen Knochenkrankheit Osteoporose zu erkranken. Aus Angst vor der Gewichtszunahme bevorzugen sie Softgetränke vor der kalziumhaltigen Milch. Eine Furcht , die sich im Alter fatal auswirken könnte.


