Gesundheit

Orthorexie - Der Zwang zur gesunden Ernährung

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Die neue Esssucht heißt Orthorexie und bezeichnet den Zwang, sich ausschließlich gesund ernähren zu müssen.

Unter dem Phänomen Orthorexie leiden in den letzten Jahren immer mehr Bürger in den Industrienationen. Orthorexie beschreibt den Zwang, ausschließlich gesund zu essen. Grundsätzlich ist die Bemühung sich gesund zu ernähren sicherlich zu begrüßen. Ein Problem entsteht allerdings, wenn dieses Bemühen zum Zwang wird. Dabei steht der gesunde Ernährungsplan im Vordergrund der Tagesplanung.

Wenn gesund essen zur Esstörung wird

Orthorektiker, wie man Personen, die an Orthorexie leiden, nennt, verbringen Tag für Tag mehrere Stunden mit der Planung ihrer Mahlzeiten. Hierbei steht die Auswahl gesunder Lebensmittel im Mittelpunkt. Die Wahl der Lebensmittel beschränkt sich zunehmend auf immer weniger Lebensmittel und das Essvergnügen steht im Hintergrund. Betroffene essen kaum mehr außer Haus. Teilweise preisen sie Menschen in Ihrer Umgebung ihr Wissen an.

Unterversorgung möglich

Die Gefahr besteht darin, dass bei der Reduzierung der Lebensmittel es trotz der Bemühung, gesund zu essen, zu einer Unterversorgung an gewissen Nährstoffen und Spurenelementen kommen kann. Ausgelöst wird die Essstörung durch den einfachen Wunsch nach besserer Gesundheit, welcher in den Lebensmittelpunkt gerückt wird.

Verstärkt wird dies zumeist durch Berichte in den Medien über Lebensmittelskandale, Ernährungsempfehlungen und der immer mehr angepriesene Fitness-Wahn. Betroffen sind überwiegend Frauen jüngeren und mittleren Alters, aber auch Männer können unter Orthorexie leiden. Hilfe kann durch eine Psychotherapie geleistet werden und diese sollte vor einer völligen Abkapselung auch in Anspruch genommen werden.

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