Gesundheit

Lungenembolie – Plötzliche Atemnot und Schmerzen bei jedem Atemzug

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Eine Lungenembolie kann zum Tod führen, da ein Lungenblutgefäß verstopft ist und somit die Sauerstoffversorgung nicht mehr gewährleistet ist.

Als Lungenembolie (Lungenthrombembolie) wird die Verstopfung eines Blutgefäßes in der Lunge bezeichnet. Ursächlich für den Verschluss eines Lungenblutgefäßes ist ein Blutgerinnsel (Thrombus), das sich zumeist in den Bein- oder Beckenvenen bildet, sich dort ablöst und dann mit dem Blut in die Lunge transportiert wird.
Fatal an der Lungenembolie sind die geringen Chancen, sie als solche zu diagnostizieren und sie frühzeitig sowie richtig zu behandeln. Als Symptome, die auf eine Lungenembolie hinweisen können, gelten akute Atemnot oder erhebliche Schmerzen bei jedem Atemzug. In jedem Fall jedoch ist die Diagnose einer Lungenembolie nicht einfach. Zumeist ist sie ausschließlich in Krankhäusern möglich, da spezielle Apparaturen für die diagnostische Untersuchung vorhanden sein müssen.

Wie sich ein Blutgerinnsel bildet
Die Entstehung eines Blutgerinnsels wird gefördert, wenn die Beine stundenlang durch eine bestimmte Sitzhaltung abgewinkelt und unbewegt bleiben. Die Blutgerinnung ist an sich eine biologische und unverzichtbare Eigenschaft des Blutes, deren wertvolle Funktion nicht zuletzt bei der Wundheilung klar auf der Hand liegt.
Um nicht infolge kleinster Verletzungen an inneren Organen oder der Haut verbluten zu müssen, besitzt unser Blut die Eigenschaft zu gerinnen, das heißt anzudicken. Bei einigen Menschen liegt eine angeborene Blutgerinnungsstörung vor, die das Blut zu dick und zähflüssig macht. Das Blut kann sich in seiner Beschaffenheit aber auch durch mangelnde Flüssigkeitszufuhr verändern und zähflüssiger werden.

Blutgerinnselförderliche Faktoren
Ein Blutgerinnsel (Thrombose) entsteht vorwiegend dann, wenn mehrere Faktoren zusammenkommen. So stellt beispielsweise ein kurzfristiger Mangel an Flüssigkeit beziehungsweise Getränken allein noch kein Grund für eine Thrombose dar. Legen Menschen mit einer speziellen körperlichen Voraussetzung – einer sogenannten Thromboseneigung – aber zusätzlich auch noch thromboseförderliche Verhaltensweisen an den Tag, erhöht sich das Thromboserisiko dramatisch.
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Zu den thromboseförderlichen Verhaltensweisen kann langes Sitzen, generell Bewegungsmangel, Übergewicht, Rauchen, hormonelle Verhütung oder seltene Flüssigkeitsaufnahme gezählt werden. Auch ältere und vor allem bettlägrige Menschen gehören zu der Risikogruppe für eine Thrombose und Lungenembolie. Ungefähr die Hälfte der Lungenembolie-Patienten sind 50 Jahre oder älter.

Lungeninfarkt infolge einer Lungenembolie
Wenn sich ein Blutpfropf zum Beispiel innerhalb einer Beinvene entwickelt hat, ist die Gefahr hoch, dass dieser im Blutfluss über das Herz in die Lunge gelangt. Die Folge ist, dass ein Lungenblutgefäß verstopft und umliegendes Gewebe aufgrund gestörter Blutversorgung abstirbt. Stirbt tatsächlich ein Teil des Lungengewebes ab, etwa weil die Verstopfung des Blutgefäßes nicht rechtzeitig behandelt wird, liegt ein Lungeninfarkt vor.

Die Diagnose einer Lungenembolie
Für das diagnostische Verfahren kommen meistens aufwendige und kostenintensive Untersuchungen zum Einsatz, die mithilfe medizinischer Geräte durchgeführt werden, über die nicht jeder Arzt in seiner eigenen Praxis verfügt. Daher ist die Einlieferung ins Krankenhaus die Regel. Dort wird eine Lungenembolie überwiegend mit einem Elektrokardiogramm (EKG) oder einer Computertomografie nachgewiesen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen?
Die Behandlung akuter Symptome wie Luftnot und Schmerzen beim Atmen geschieht mit blutverdünnenden beziehungsweise blutgerinnungshemmenden Substanzen. Langfristig steht bei Lungenembolie-Patienten die Vermeidung eines erneuten Lungenblutgefäßverschlusses im Vordergrund. Dafür wird die Einnahme von blutgerinnungsregulierenden Medikamenten erforderlich sowie eine Lebensweise, die der Entstehung eines Blutgerinnsels in der Beinvene (Thrombose) entgegenwirkt. Stütz- oder Thrombosestrümpfe, Sport, gesunde Ernährung, wenig Alkohol und der Verzicht auf Nikotin sollten für Menschen, die eine Lungenembolie erlitten haben, keine Fremdwörter sein.
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