Nicht immer sind leichte Symptome Anzeiger für schwere Kinderkrankheiten. Wer sich infomiert, weiß das Risiko einzugrenzen
Ein wichtiger Termin im Job wartet, da ruft der Kindergarten an. Dem Kind geht es nicht gut. Sollte man sofort hin. Ein Telefon-Check kann oftmals weiterhelfen und Kinderkrankheiten abgrenzen.
„Das Kind hat Bauchweh.“
Bei dieser Diagnose sollte man nachfragen, ob das Kind das Bauchweh zwischendurch vergisst und eventuell durch Spielen ablenken lässt. Wenn ja, muss ein Kind im Kindergartenalter nicht gleich zum Arzt. Damit ist auch für's Erste eine ernsthafte Kinderkrankheit erst mal ausgeschlossen. Alarmstufe Rot besteht dagegen, wenn das Kind stundenlang über Bauchschmerzen klagt, tagelang schon keinen Stuhlgang hatte, nicht spielen will oder sich gar vor Schmerzen krümmt. Dann sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden, um eine ernsthafte Erkrankung wie eine Blinddarmentzündung oder ein eingeklemmter Leistenbruch ausschließen zu können.
„Das Kind übergibt sich.“
Ist das Kind aktiv und gut drauf, obwohl es sich übergeben hat? Trinkt es reichlich? Dann ist ein gelegentliches Erbrechen nicht schlimm und lässt nicht zwingend auf eine Kinderkrankheit rückschließen.
„Das Kind hat Kopfweh.“
Jammert das Kind über Stunden immer wieder, dass der Kopf weh tut? Verhält es sich anders als sonst, hat es beispielsweise keine Lust auf sein Lieblingsspiel? Hat es vielleicht zusätzlich Fieber, muss es sich übergeben? Und vor allem: Kann das Kind das Kinn auf die Brust drücken? Falls der Nacken dafür zu steif ist, muss man sofort zum Arzt gehen. Denn dann könnte es sich nicht um eine Kinderkrankheit handeln, sondern um eine gefährliche Hirnhautentzündung.
Unter 39 Grad Fieber wird es nicht so schnell gefährlich für das Kind und es kann sich bei der Infektion um eine harmlose Kindererkrankung handeln. Wenn das Kind trotz Fieber spielt und trinkt, kann man erst mal abwarten, wenn alle zwei Stunden Fieber gemessen wird. Allerdings sollte man auch gezielt abfragen, ob sich ein Hautausschlag zeigt, ob das Kind ungewöhnlich laut oder schnell atmet, oder ob es sehr benommen wirkt. Wenn eine oder gleiche mehrere dieser Kriterien zutrifft, sollte das Kind auch schleunigst zu einem Arzt gebracht werden.


