Gesundheit

Kehlkopfentzündung: Sänger und Call-Center Mitarbeiter aufgepasst!

ico_60x60_gesundheit.png

Von einer Kehlkopfentzündung sind besonders solche Menschen betroffen, die beruflich ihre Stimme stark nutzen.

Bei der Kehlkopfentzündung findet eine akute Entzündung der Kehlkopfschleimhaut statt. Jeder Mensch egal welchen Alters kann sich solch eine akute oder auch chronisch verlaufende Entzündung zuziehen. Das Risiko für eine Kehlkopfentzündung steigt drastisch durch Rauchen und einem falschen Gebrauch der Stimme, da der Kehlkopf zum größten Teil für die Stimmbildung verantwortlich ist. Dieser liegt am Eingang zur Luftröhre. Schwillt der Kehlkopf an, kann das lebensbedrohliche Folgen haben, da die Luft nicht mehr ungehindert vorbeiströmen kann und somit der Erstickungstod droht.

Ursache: Häufiger Gebrauch der Stimme
Als Ursache gehen in den meisten Fällen virale Entzündungen des Rachens, der Atemwege oder der Nasenschleimhäute voraus. Aber auch Risikofaktoren wie Rauchen oder eine Überbelastung der Stimme wie durch Singen oder Schreien kann zu einer akuten Entzündung führen. Aber auch das Klima, wie extreme Kälte, Hitze oder Trockenheit, kann die Entzündung begünstigen.
Eine chronische Kehlkopfentzündung kann durch eine Gaumenmandel-, Nasennebenhöhlen- oder Nasenschleimhautentzündung entstehen.
Aber auch durch eine chronische Atemwegsentzündung oder eine nicht abgeheilte akute Kehlkopfentzündung. Des Weiteren wird sie durch übertriebenen Alkoholkonsum, Allergien, Rauchen, Luftverschmutzung, Klimaverhältnisse und eine übermäßige Belastung der Stimme begünstigt.

Heiserkeit bis hin zum Stimmverlust
Die Anzeichen einer Kehlkopfentzündung zeigen sich deutlich. Am häufigsten tritt eine Heiserkeit bei den Patientinnen ein, die bis zum vorrübergehenden Stimmverlust führen kann. Halsschmerzen, Räuspern und Husten sowie Fieber sind häufige Begleiter. Zwar kommt die Atemnot nur in vereinzelten Fällen vor, besteht jedoch der Verdacht, sollte sofort ein Krankenhaus aufgesucht werden. Auch wenn keine Beschwerden neben einer Heiserkeit auftreten, sollten Sie jedoch einen Facharzt aufsuchen, wenn diese mehr als zwei Wochen anhält. Dies könnte ein erstes Anzeichen auf einen Kehlkopfkrebs sein.
Gesundheit
Diagnose
Damit sich der Facharzt ein Bild von der vorliegenden Krankheit machen kann, wird in den meisten Fällen eine Kehlkopfspiegelung vorgenommen. Indirekt, durch einen kleinen Handspiegel, führt dies der HNO-Arzt ohne weitere Betäubung durch. Die direkte Variante wird im Krankenhaus unter Vollnarkose durchgeführt.

Schonung der Stimme unerlässlich
Eine normale Entzündung des Kehlkopfes heilt meist allein innerhalb weniger Tage ab. Dabei sollte jedoch unbedingt die Stimme geschont werden. Auch gehört der Verzicht auf den Glimmstengel dazu. Auf ein gut abgestimmtes Raumklima sollte ebenfalls geachtet werden. Unterstützend wirken auch warme Wickel und Getränke, sowie Inhalationen. In schweren Fällen werden auch Antibiotika und Entzündungshemmer sowie fieber- und schmerzlindernde Mittel verschrieben. Liegt eine Kehlkopfschwellung vor, muss diese mit Aufenthalt im Krankenhaus behandelt werden.

Vorbeugung
Vorbeugend reagieren können Sie, indem Sie mit dem Rauchen und dem Alkoholkonsum aufhören oder beides zumindest reduzieren. Auch sollte immer auf eine optimale Raumtemperatur sowie Luftfeuchtigkeit geachtet werden.
WEITERLESEN: ZurückWeiter