Bei der Hypochondrie glaubt man schwer krank zu sein obwohl man körperlich gesund ist. Diese psychische Erkrankung lässt sich nur sehr schwer heilen.
Die Hypochondrie ist eine psychische Erkrankung. Die Vermutung und Einbildung von einer schweren Krankheit betroffen zu sein, nimmt dem Hypochonder die Lebensfreude und senkt seine Leistungsfähigkeit. In der Gesellschaft wird der Betroffene meist nicht mehr ernst genommen, da seine Gedanken nur um eine mögliche Erkrankung kreisen und dies als einziges Gesprächsthema verwertet wird.
Die negative Interpretation aller körperlichen Signale und die daraus entstehende Überzeugung an einer Krankheit zu leiden, kann sogar zum Auslösen der Symptome des Krankheitsbildes führen. Der wissenschaftliche Befund besteht jedoch nicht.
Angst in Person
Der Hypochonder ist meist von Natur aus eine ängstliche Person. Verstärkt wird die Wahrnehmungsstörung der Hypochondrie durch die zunehmende Berichterstattung und Auflärungsarbeit der Medien über schwere und tödliche Krankheiten. Informationen über diese Krankheiten werden akribisch durchforstet und sobald die Symptome eines Krankheitsbildes im Gehirn gespeichert sind, treten erste (eingebildete) Anzeichen am eigenen Körper auf.
Furcht vor Krankheit
Die Schwere der eingebildeten Krankheit spielt bei der Hypochondrie eine große Rolle. So fürchtet sich der Hypochonder nicht vor einem kleinen Schnitt am Finger. Viel mehr könnte die entstandene Wunde eine Infektion oder Blutvergiftung auslösen. Es handelt sich oft um eine lebensbedrohliche Erkrankung von der, der Hypochonder betroffen zu sein scheint. Am häufigsten verbreitet ist die Furcht vor einer Krebserkrankung, Multipler Sklerose und dem Herzinfarkt.
Therapie
In der Verhaltenstherapie wird der Hypochonder an eine bessere Selbstwahrnehmung herangeführt. Auch Entspannungsübungen können helfen, den eigenen Körper wieder richtig zu verstehen. Doch das eingebildete Kranksein ist meist schwerer zu heilen, als eine physische Krankheit.


