Gesundheit

Geschlechtskrankheiten

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Trotz vieler Aufklärungskampagnen und anschaulicher TV-Spots sind Geschlechtskrankheiten weiter auf dem Vormarsch.

Trotz der in westlichen Industrieländern weit vorangetriebenen sexuellen Aufklärung und einer guten medizinischen Versorgung, lassen sich bestimmte sexuell übertragbare Krankheiten – mittlerweile auch als „Geschlechtskrankheiten“ bezeichnet – nicht ausmerzen.

Hohe Verbreitung
Es kann nicht verwundern, dass es sich bei den weitverbreitetsten Geschlechtskrankheiten um solche handelt, die lediglich einer kleinen Gruppe Infizierter jemals in ihrem Leben Probleme bereiten. Dabei handelt es sich um die Infektionen mit den Bakterien Chlamydien und Gonokokken. Letztere lösen die unter der Bezeichnung „Tripper“ geläufige Geschlechtskrankheit aus. Chlamydien befallen, ganz ähnlich wie Gonokokken, die menschlichen Schleimhäute, und zwar nicht allein im Genitalbereich. Man spricht dann von einer Chlamydien-Infektion. Diese tückischen Bakterienarten werden so vielzählig übertragen, weil die Betroffenen aufgrund ausbleibender Krankheitssymptome nicht ahnen, dass sie zu den Bakterienträgern zählen. Nur etwa bei 20 Prozent der Infizierten treten Symptome auf, wie beispielsweise Brennen beim Wasserlassen.
Problematisch ist bei den Geschlechtskrankheiten mit hoher Verbreitung aber vor allem, dass sie schwerwiegende Spätfolgen verursachen können. Davon sind in erster Linie Frauen betroffen. Infektionen mit Chlamydien oder Gonokokken erhöhen zum Beispiel das Risiko für Frauen, eine Frühgeburt zu haben sowie unfruchtbar zu werden oder Gebärmutterhalskrebs und Entzündungen im Unterleib zu entwickeln.

Gesellschaftliche Werte im Wandel
Als weiterer Grund für die hohe Verbreitung der krankheitserregenden Bakterien kann die Entwicklung der Wert- und Moralvorstellungen in Bezug auf Sexualität, Partnerschaft und Ehe in westlichen Ländern angesehen werden. Experten warnen, dass sich mit jedem neuen Sexualkontakt die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung massiv erhöht. Wer also häufiger den Sexualpartner wechselt, One-Night-Stands hat oder dem Reiz außerehelicher Sexualkontakte nicht widerstehen möchte, sollte ausreichend Verantwortungsbewusstsein für die Gesundheit anderer und nicht zuletzt für die eigene besitzen.
Gesundheit
Mit regelmäßigen Kontrolluntersuchungen und – selbstverständlich – dem richtigen Schutz vor Geschlechtskrankheiten lässt sich eine Ansteckung der Sexualpartner in den meisten Fällen verhindern und somit der weiteren Verbreitung der Geschlechtskrankheiten vorbeugen.

Kondome schützen – nicht nur vor Aids
Seit dem vermehrten Aufkommen von Infektionen mit dem bekannten Immunschwächevirus, der für die Krankheit Aids verantwortlich ist, änderten in den 80er Jahren viele Menschen ihr Sexualverhalten. Sexuell aktive Menschen achteten verstärkt darauf, dass auch flüchtige Sexualkontakte „safe“ waren, indem sie Kondome für den Beischlaf verwendeten.
Das Benutzen von Kondomen ist in mehrfacher Hinsicht ratsam, falls auch außerhalb langjähriger, vertrauensvoller Beziehungen Geschlechtsverkehr stattfindet. Denn Kondome schützen nicht nur vor dem HI- Virus sondern auch vor den meisten anderen Geschlechtskrankheiten zuverlässig.
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