Bei Essstörungen hilft eine Therapie. Bevor eine Therapie überhaupt beginnen kann, müssen Arzt und Betroffener gründliche Vorgespräche führen.
Bevor eine geeignete Therapie gefunden werden kann, müssen bestimmte Dinge geklärt werden und den reibungslosen und erfolgreichen Ablauf einer Therapie zu gewährleisten:
Zu Beginn muss ein vollständiges Krankheitsbild erstellt (gesundheitliche Schäden, komorbide Störungen), sowie die Vorgeschichte der Krankheit (Anamnese) des Patienten erfragt werden. Wenn die Essstörung zum Beispiel im Zuge einer Depression oder einer Borderline-Störung aufgetreten ist, sollten zuerst diese Krankheiten behandelt werden. Die Essstörung ist dann selbst eine Begleiterkrankung (kormorbide Störung) und klingt nach Behandlung der anderen psychischen Erkrankungen eventuell sogar von alleine ab. Wichtig ist es, die psychischen Gründe für die Entstehung der Essstörung genau zu kennen, damit die spätere Therapie dort ansetzen kann. Auch die Motivation des Patienten für den Beginn einer Behandlung muss ergründet werden. Je mehr Eigenverantwortung der Patient über sein Essverhalten übernehmen kann, desto erfolgreicher ist oft die Therapie.


