Gesundheit

Weitere Entzündungshemmer

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Weitere Entzündungshemmer sind Cromoglicinsäure und Nedocromil, Leukotrien-Antagonisten und Anti-IgE-Spritzen.

Cromoglicinsäure und Nedocromil
Cromoglicinsäure und Nedocromil werden ebenfalls inhaliert und besitzen eine entzündungshemmende Wirkung. Diese Medikamente kommen bei Kindern mit leichtem und selten auftretendem Asthma zum Einsatz. Auch bei Belastungsasthma kann es eine Alternative darstellen. Die Tabletten müssen regelmäßig drei bis vier Mal am Tag eingenommen werden, damit die Mittel einen guten Schutz vor Anfällen bieten. Bei einem Notfall können sie somit nicht eingesetzt werden. Die Medikamente beeinflussen die Mastzellen des Immunsystems, sodass keine entzündungsvermittelnden Stoffe freigesetzt werden und schwächen zudem die Überempfindlichkeit der Bronchien ab. Nedocromil besitzt zusätzlich eine leichte bronchienerweiternde Wirkung, indem es das Zusammenziehen der Bronchialmuskulatur verhindert. Nebenwirkungen sind bei diesem Medikament nicht bekannt. Bei Cromoglicinsäure kann es hin und wieder zu Husten kommen.
 
Leukotrien-Antagonisten
Leukotrien-Antagonisten werden in Tablettenform eingenommen. Sie hemmen Leukotriene, ein Typ von entzündungsvermittelnden Stoffen im Körper, sodass die Entzündungen in der Lunge abgemildert werden.

Ihre Wirkung ist nicht so stark wie die der Kortisonsprays, sie werden aber als zusätzliche Unterstützung bei schwerem Asthma verschrieben, das durch Kortison und Beta-2-Mimetika nicht unter Kontrolle zu bekommen ist.
Da die Leukotrien-Antagonisten nur wenige, seltene Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen und in sehr seltenen Fällen Entzündungen von Blut- und Lymphgefäßen hervorrufen, wird dieses Mittel bei Kindern ab zwei Jahren mit Asthma der Stufe II und III eingesetzt. Die Tablette wird einmal am Tag eingenommen und hilft so weniger Kortison zu benutzen. Zusätzlich zu der entzündungshemmenden Wirkung besitzt das Medikament einen leicht bronchienerweiternden Effekt. 

 
Anti-IgE-Spritzen
Die Spritzen enthalten künstlich hergestellte Antikörper gegen die körpereigenen IgE-Antikörper, welche die allergische Reaktionen auslösen. Die körpereigenen Antikörper werden so von den künstlichen gebunden, dass sie ihrer Aufgabe nicht mehr nachkommen können.

Gesundheit
Diese Medikamente können bei schwerem Asthma ab einem Alter von zwölf Jahren verordnet werden. Sie kommen bei Asthma, welches das ganze Jahr andauert und weitere schwere allergische Reaktionen auslöst, zur Anwendung. Verschrieben wird es meist, wenn Kortisonsprays und Mimetika das Asthma nicht unter Kontrolle bringen können und hilft so auch, die Einnahme dieser Medikamente zu reduzieren.
 
Nachteile
Die Therapie mit künstlich hergestellten Antikörpern ist sehr teuer. Die Medikamente können nur unter die Haut gespritzt werden, was alle zwei bis vier Wochen geschehen muss. Angewendet werden sollte es nicht bei:

  • Kindern
  • Schwangeren
  • nicht-allergischem Asthma oder
  • allergischem Asthma, das nur wenige Wochen oder Monate im Jahr auftritt.

 
Als Nebenwirkung dieses Medikaments kann eine Verringerung der Blutplättchen auftreten.

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