Bronchienerweiternde Medikamente lassen sich in drei große Wirkstoffgruppen einteilen
Beta-2-Memetika
Bronchienerweiternde Medikamente, die am meisten verwendet werden, sind die Beta-2-Memetika. Sie wirken schnell und haben eine starke entspannende Wirkung auf die Bronchienmuskulatur. Sie verbessern zwar die Symptome des Asthmas, haben aber keine entzündungshemmende Wirkung und sind daher nicht für eine Langzeittherapie gedacht. Beta-2-Mimetika sollten nur bei Bedarf oder im Notfall verwendet werden. Eine zusätzliche Medikation mit entzündungshemmenden Medikamenten muss unbedingt stattfinden, um das Fortschreiten der Krankheit zu verhindern. Diese Medikamente sind in unterschiedlichen Arten erhältlich.
Kurzwirksam
Die kurzwirksamen Mimetika werden inhaliert und wirken danach innerhalb von wenigen Minuten. Sie sind als Notfallmedikament für den Fall eines Asthmaanfalls gedacht oder als vorbeugende Maßnahme vor dem Sport bei Belastungsasthma. Die Wirkung des Medikaments hält bis zu fünf Stunden an.
Die Wirkung langwirksamer Beta-2-Mimetika entfaltet sich ebenfalls innerhalb weniger Minuten, hält aber bis zu zwölf Stunden an. Sie können inhaliert oder als Tablette eingenommen werden. Das Spray wird in Kombination mit entzündungshemmenden Wirkstoffen für die Langzeittherapie verwendet. Beta-2-Mimetika in Tablettenform sollte man nur kurzzeitig verwenden. Es wirkt nicht so stark wie das Spray und ruft stärkere Nebenwirkungen hervor.
Nebenwirkungen
Beta-2-Mimetika sind dem Adrenalin sehr ähnlich, einem Botenstoff, der den Körper in einen Alarmzustand versetzt. Im Körper werden Stress- und Fluchtreaktionen ausgelöst. So findet man bei den Nebenwirkungen viele Symptome, die man auch bei großem Stress feststellen kann, wie zum Beispiel Herzrasen, Zittern, Rast- und Schlaflosigkeit. Nimmt man zu oft zu viel dieses Medikaments ein, kann sich das negativ auf den Stoffwechsel auswirken, sodass sich beispielsweise ein Mineralstoffmangel einstellt.
Anticholinergika
Anticholinergika verhindern das krampfhafte Verengen der Bronchialmuskeln. Sie haben eine schwächere und langsamere Wirkung als die Beta-2-Mimetika. Da ihr Effekt aber auf einem anderen Mechanismus beruht, werden sie – meist in Kombination mit Mimetika – bei schweren Asthmaanfällen verordnet. Nebenwirkungen der Anticholinergika können Trockenheit des Mundes und eine Veränderung des Geschmacks sein.
Theophyllin
Theophylline werden heute bei schwerem Asthma eingesetzt, wenn durch die Gabe von anderen Medikamenten das Asthma nicht in den Griff zu bekommen ist. Es entspannt die Bronchialmuskulatur, besitzt aber nur eine geringe bronchienerweiternde Wirkung, die zudem sehr langsam eintritt. Theophylline wirken durch die Hemmung eines Enzyms auf die Muskulatur der Bronchien ein. Es wird im Gegensatz zu den anderen Medikamenten als Tablette verschrieben. Nebenwirkungen bei der Einnahme einer zu hohen Dosis des Medikaments sind Kopfschmerzen, Übel- und Rastlosigkeit, Krampfanfälle, Schwitzen, Magenbeschwerden, Herzrhythmusstörungen und, in seltenen Fällen, bleibende Hirnschäden. Aufgrund der Wirkung dieser Medikamente auf das Herz sollten alte und herzkranke Patienten kein Theophyllin einnehmen.


