Das Vitamin B9 ist unentbehrlich. Es ist unter anderem für die Zellteilung im menschlichen Körper zuständig. Es befindet sich vor allem im Gemüse.
Vorkommen
Folsäure kommt in vielen Nahrungsmitteln vor, kann aber auch von den Darmbakterien im menschlichen Körper selbst hergestellt werden.
Grundsätzlich ist Folsäure in Blattgemüsen wie Spinat und Salat zu finden. Zudem enthalten Vollkornprodukte, rote Bete, Brokkoli, Karotten, Nüsse, Eigelb, Rosenkohl, Obst und Spargel Folsäure. Auch in tierischen Lebensmitteln kann Folsäure enthalten sein, zum Beispiel in Fisch und Fleisch, vor allem aber in der Leber.
Täglicher Bedarf
Generell braucht der Mensch 400 Mikrogramm am Tag, schwangeren Frauen werden 600 Mikrogramm täglich empfohlen. Nur zehn bis 20 Prozent der deutschen Bevölkerung erreichen diesen täglichen Wert. Im Fall einer Schwangerschaft sollte das Vitamin zusätzlich in Form von Tabletten zu sich genommen werden, denn Mangelerscheinungen könnten sich unter Umständen auf die Entwicklung des Ungeborenen auswirken.
Funktion im Organismus
Für eine problemlose Durchführung der Zellteilung und der DNA-Replikation ist das Vitamin B9 unentbehrlich. Aus diesem Grund ist ein Folsäuremangel besonders in der Schwangerschaft fatal. Schwangeren Frauen wird empfohlen, Folsäure zusätzlich in Form von Tabletten einzunehmen. Auch die Proteinbiosynthese – die Bildung von Eiweißen – ist zum Teil von Folsäure anhängig. Folsäure unterstützt außerdem die Bildung von Blutkörperchen und Schleimhautzellen.
Folsäure-Mangel
Mangelt es einem Menschen an Folsäure, zeigt sich das zu Beginn nur durch Symptome wie Reizbarkeit, Konzentrationsschwäche und eine leicht depressive Stimmung. Zu einem späteren Zeitpunkt lassen sich Schäden an den Schleimhäuten feststellen. Außerdem beobachten Patienten, dass Wunden langsamer heilen als sonst. Das Vitamin B9 kann seiner Funktion nicht mehr gerecht werden und bildet nicht ausreichend Gewebe und Blutkörperchen. Durch einen Mangel an Folsäure steigt auch der Homocysteinspiegel und das Risiko auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt.
Leidet eine schwangere Frau an Folsäuremangel, können Missbildungen wie beispielsweise ein offener Rücken beim Ungeborenen entstehen. Experten gehen zudem davon aus, dass es die Gefahr auf eine Frühgeburt erhöht. Eine Folsäurezufuhr ist nur in den ersten vier Wochen besonders effektiv. Problematisch ist, dass die meisten Frauen ihre Schwangerschaft erst nach dem Ausbleiben der Monatsblutung feststellen. Daher ist eine ständige Folsäurezufuhr, vor allem für Frauen, die in naher Zukunft schwanger werden möchten, empfehlenswert.


