Als weihnachtliche Backzutat sind sie bekannt - Gewürznelken. Doch sie halben auch andere Einsatzgebiete.
Qualität und Quantität
Die Gewürznelke kann bei uns auf eine lange Tradition als Küchengewürz blicken. Schon im Mittelalter wurde sie sehr gern verwendet, die Nachfrage nach Nelken ist seitdem stetig gestiegen. Neben ihrem ursprünglichen Anbaugebiet auf den "Gewürzinseln" genannten Molukken werden die Pflanzen heute weltweit angebaut, was sich leider auch auf die Qualität des Gewürzes ausgewirkt hat. Zwei verschiedene Merkmale können Aufschluss geben über die Qualität der Nelken. Zum Einen sondern hochwertige Gewürznelken bei Druck mit dem Finger ein wenig Öl ab. Zum Anderen sinken qualitativ hochwertige Nelken in einem Behältnis mit Wasser- nur minderwertige Knospen schwimmen oben.
Als Kräuteressenz werden Nelken auch im Likör oder Magenbitter verwendet. Dies ist ihrem hohen Gehalt ätherischer Öle zuzuschreiben, die sich wohltuend auf die gesamte Magen-Darm-Region auswirken. So regen Gewürznelken unter Anderem die Produktion der Magensäfte an, aus diesem Grund sind Nelken das ideale Heilmittel bei Appetitlosigkeit.
Das enthaltene Eugenol hat außerdem eine lokal betäubende Wirkung, was die Gewürznelken auch bei Zahnschmerzen zum Einsatz bringt. Außerdem wirken sie stark antibakteriell und entzündungshemmend. In dem Zusammenhang sind Nelken unter Anderem als Hausmittel gegen Mundgeruch bekannt. Nicht umsonst verwenden Zahnärzte Nelkenöl zur Desinfektion, zum Beispiel bei gezogenen Zähnen.
Nicht nur im Weihnachtsgebäck
Die Gewürznelke ist bei uns vor allem als Backzutat in weihnachtlichen Plätzchen und Kuchen bekannt. Grund dafür ist das enthaltene ätherische Öl Eugenol, das auch im Zimt enthalten ist.


