Wir kennen das Gewürz vor allem aus der Weihnachtszeit, doch Kardamom ist auch eine Heilpflanze, die Magenschmerzen lindert und die Verdauung fördert.
Kardamom ist ursprünglich ein asiatisches Gewürz, das, wie zahlreiche andere Gewürze, seinen Weg bis nach Europa und damit auch Deutschland gefunden hat. Bekannt ist es hierzulande vor allem als Weihnachtsgewürz, was wahrscheinlich hauptsächlich auf das zimtige Aroma zurückzuführen ist. Oft wird die Kardamompflanze aufgrund dessen fälschlicherweise als Zimtpflanze bezeichnet.
Sie gehört jedoch zu den Ingwergewächsen. Als Gewürz konnte sich Kardamom in Europa nur mäßig durchsetzen und behauptet sich überwiegend auf dem Gebiet der Weihnachtsnaschereien.
Einen Hauch Kardamom in den Kaffee
Verwendet wird Kardamom überwiegend in der Weihnachtszeit. In Kombination mit Zimt, Nelken und Ingwer hat es vor allem in selbst gebackenen Plätzchen und leckerem Christstollen seine Berechtigung. Aber auch in Lebkuchen und Glühwein kann man einen Hauch Kardamom erschmecken. Neben seiner Hauptverwendung als weihnachtlicher Geschmacksträger dient es auch zum Würzen verschiedener Fleisch- und Fischgerichte. In diesem Bereich wirkt Kardamom als Verdauungsförderer von deftigen Gerichten, die oft stark fetthaltig sind. In Skandinavien verwendet man Kardamom auch in Brot, Kuchen und Kleingebäck.
Leckeres Tee-Rezept mit Kardamom
Vor allem im Orient wird Kardamom zu Tee, aber viel mehr zum Kaffee hinzugefügt. Auch im europäischen Raum konnte sich Kardamom als Teepflanze durchsetzen. Es sind zahlreiche Teemischungen, in denen das Weihnachtsgewürz Anwendung findet, erhältlich. Der Geschmack kann sich jedoch bei selbst gefertigten Teemischungen, unter Verwendung frischer Zutaten, besser entfalten. Neben der Möglichkeit, frische Blätter mit heißem Wasser aufzugießen und ziehen zu lassen, sind vor allem Kombinationen mit anderen Gewürzen beliebt.
- einige frische Blätter der Kardamompflanze
- einen klein geschnittenen Stängel des Sauerklees (Besonders geeignet ist hier der peruanische Sauerklee)
- einen Zweig Basilikum
Da Kardamom sich hervorragend als Zimmerpflanze eignet, ist die Beschaffung frischer Kardamomblätter ohne Schwierigkeiten zu bewältigen. Die positive Wirkung auf leichte Erkältungen sowie Menstruationsbeschwerden und allgemeines Unwohlsein sollte nicht außer acht gelassen werden.
Kardamom als Heilpflanze
Kardamom fördert die Verdauung und lindert Magenschmerzen. Weiterhin wirkt es sich positiv auf Atemwegserkrankungen und Wechseljahrsbeschwerden aus. Kardamom wird auch eine entkrampfende sowie Blähungen hemmende Wirkung zugeschrieben. Das orientalische Gewürz hat mitunter auch Erfolge bei der männlichen Potenz bewiesen, weshalb es ganz zu Recht auch als Aphrodisiakum einsetzbar ist. Aber auch bei Katererscheinungen nach übermäßigem Alkoholkonsum kann ein mit Kardamom verfeinerter Tee Abhilfe verschaffen.


