Statistische Erhebungen zeigen, dass Weiterbildung häufig vom Alter, der beruflichen Situation, dem sozialen Milieu und der Vorbildung abhängig ist. Zudem muss zwischen beruflicher und allgemeiner Weiterbildung unterschieden werden.
Je höher der schulische Abschluss und der berufliche Status, umso häufiger werden Weiterbildungsmaßnahmen in Anspruch genommen. Berufliche Fortbildung wird am häufigsten von Beamten und Selbstständigen in Anspruch genommen.
Dagegen nehmen Personen aus bildungsfernen Haushalten mit geringer beruflicher Qualifikation und niedriger Schulbildung in bedeutend geringerem Ausmaß an weiterführenden Bildungsangeboten teil. Auch Ausländer weisen eine wesentlich geringere Weiterbildungsquote auf als Deutsche. Ähnlich gering ist das Fortbildungsniveau bei Deutschen mit ausländischem Lebensumfeld (wie das Elternhaus).
Alter, Geschlecht und Wohnort
Mit zunehmendem Alter sinkt in der Regel auch die Bereitschaft zur Weiterbildung. Dies macht sich bei Personen im Alter von über 50 Jahren besonders stark bemerkbar.
Weit weniger ins Gewicht fallen dagegen Geschlechtsunterschiede. Das Verhältnis zwischen Männern und Frauen weist in diesem Fall nur geringe Unterschiede auf.
Der Ost-West-Vergleich zeigt, dass sich das Weiterbildungsniveau (gemessen an der Zahl der Kurs- und Lehrgangsteilnehmer), das in den neuen Bundesländern lange Zeit höher war, als in den alten, zunehmend angleicht.
Von viel größerer Bedeutung sind regionale Unterschiede. Was die Zahl der Angebote angeht, sind neben dem bevölkerungsreichen Nordrhein-Westfalen besonders die südlichen Bundesländer wie Baden-Württemberg und Bayern federführend. In diesen Bundesländern gibt es das zahlenmäßig größte Angebot.
Auch Ballungsräume wie Berlin, Hamburg und Bremen weisen sehr gute Voraussetzungen auf.
In der Mitte und dem Osten Deutschlands hingegen sind die Bundesländer mit den wenigsten Angeboten, sowohl was die Hochrechnung auf die Bevölkerung angeht, als auch auf die Zahl der Leistungen bezogen.


