In Zeiten von Umweltverschmutzung und globaler Klimaerwärmung sind Begriffe rund um das Thema ‚Energie’ (wieder verstärkt) von zentraler Bedeutung. Zwar ist die Thematik der ‚Energieberatung’ nichts Neues, doch dank der alarmierenden Zahlen der Umweltbehörden und Klimaforscher stärker im Fokus der Öffentlichkeit als jemals zuvor.
So ist es auch nicht verwunderlich, dass zu diesem Thema mehrere Weiterbildungsangebote existieren, die somit den Teilnehmern die Möglichkeit geben, sich als ‚Energieberater/in’ beruflich (weiter) zu qualifizieren.
Bei den angebotenen Weiterbildungen zum/zur ‚Energieberater/in’ geht es vordergründig nicht darum, ein neues Berufsbild zu schaffen, sondern technisch ausgebildetem Fachpersonal zusätzliche Fähigkeiten und Kenntnisse zum Thema ‚Energie’ an die Hand zu geben. Daher handelt es sich meist um berufsbegleitende Fortbildungsmaßnahmen, die sich an Ingenieure, Architekten, staatlich geprüfte Heizungs-, Lüftungs-, Klima- sowie Bautechniker, aber auch an Meister für Bauwesen und Haustechnik richten.
So bietet mehrere Bildungsinstitute berufsbegleitende Weiterbildungskurse zum Thema ‚Energieberatung’ an.
- Umwelt und Energiewirtschaft
- Rechtliche, technische sowie physikalische Grundlagen
- Softwareprogramme für die Vor-Ort-Beratung
- Ausrichtung und Gestaltung von Gebäuden
- Heizungs-, Lüftungs- sowie Abgastechnik
- Baulicher Wärmeschutz
- Energiesparverordnung und zugehörige Normen
- Energieberatung und Wirtschaftlichkeitsberechnung
Schließlich sollen die Absolventen der Weiterbildungsmaßnahmen in der Lage sein, nebst einer umfassenden Energieberatung auch Energiekennzahlen für Neu- und Altbauten zu bestimmen und einen ‚Gebäude-Energiepass’ gemäß den gesetzlichen Bestimmungen auszustellen.
Nach erfolgreichem Abschluss der Prüfungen sind die Teilnehmer berechtigt, sich in die Listen der Energieberater des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) für die anerkannt qualifizierte Vor-Ort-Energieberatung eintragen zu lassen.
Um finanzielle Unterstützung zu erhalten, muss sich der Teilnehmer bei der Bundesagentur über Bildungsgutscheine informieren. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bietet zudem Förderungen für die Fortbildung an.


