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Arten der Weiterbildung

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Formelle Weiterbildung
Wer sich dazu entschließt, sich weiterzubilden, steht grundsätzlich vor der Wahl der Mittel. Faktoren wie die eigene Lerndisziplin, Mobilität, anfallende Kosten und zu investierende Zeit bestimmen, welche Form der Weiterbildung gewählt wird.

Kurse und Lehrgänge in entsprechenden Einrichtungen sowie Fernkurse sind sicherlich das klassische Mittel der Weiterbildung (die sogenannte formelle Weiterbildung). Dabei hängt es von den individuellen Lebensumständen ab, ob das Lehrangebot neben dem Beruf (Abendschule, Wochenendkurse) oder als Vollzeitmaßnahme (ganztags) in Anspruch genommen wird. Sie eignen sich in erster Linie für Personen, die gern in Gruppen lernen und Wert darauf legen, dass ein Ansprechpartner vorhanden ist, der die Lernenden anleiten und beraten kann. Nachteil dabei sind die hohen Kosten, die in Zeiten von knappen Kassen von immer weniger Betrieben und Einzelpersonen getragen werden.
In der formellen Weiterbildung sind die beliebtesten Lehrformen Kongresse, Tagungen und Messen.
Aber auch Lehrgänge, die in spezialisierten Einrichtungen, im eigenen Betrieb oder in Herstellerfirmen durchgeführt werden, stehen hoch im Kurs.

Informelle Weiterbildung
In den letzten Jahren ist eine starke Zunahme von autodidaktischen Lernformen zu beobachten. Vor allem Fachbücher und Onlineangebote haben Hochkonjunktur und rücken immer mehr ins Zentrum der Weiterbildung. Selbstlernen (informelle Weiterbildung, sei es in der Freizeit oder am Arbeitsplatz) wird zu einer immer häufigeren Alternative zu kommerziellen Angeboten, deren Nachfrage seit Jahren stetig sinkt. Diese Art der Weiterbildung setzt jedoch ein höheres Maß an Selbstdisziplin und Durchhaltevermögen voraus.

Ein Mittelweg ist die Weiterbildung durch Kollegen und Freunde, deren Wissen durch Zusehen und Nachahmen übernommen wird. Auf diese Weise können die Vorteile beider Systeme (wie zum Beispiel eine Ansprechperson, qualifizierte Anleitung, Ansporn zum Lernen, keine Kosten) kombiniert werden.
Familie
Eine zunehmende Ausdifferenzierung und Individualisierung der Lernmethoden, der Wandel von einer Angebots- zu einer immer stärkeren Nachfrageorientierung und die Verschmelzung verschiedener Lernmethoden sind die Kennzeichen der zu erwartenden Entwicklung.

Allgemeine und berufliche Weiterbildung
Generell können neben der formellen und informellen Weiterbildung auch inhaltlich zwei weitere große Bildungsbereiche abgrenzt werden, die sich im Hinblick auf Motivation und Intention von Teilnehmern und Anbietern teilweise deutlich unterscheiden.

Diese beiden Pole sind die berufliche Weiterbildung, die meist durch den beruflichen Erfolg motiviert ist, und die allgemeine Weiterbildung, die sich in der Regel eher nach den privaten Interessen der Individuen richtet.
Insgesamt nimmt die berufliche Weiterbildung in Deutschland fast drei Viertel der in Anspruch genommenen Weiterbildungsmaßnahmen ein, die Beteiligung an allgemeiner Weiterbildung liegt dementsprechend nur bei knapp 25 Prozent. Interessant ist jedoch, dass nur ein relativ kleiner Teil der beruflichen Weiterbildung auf formellem Wege geschieht, fast zwei Drittel des gesamten Lernvolumens durch informelle Lernmethoden verwirklicht wird.
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