Die Sudbury Schule steht für einen selbstbestimmten Weg ins Leben.
Was wäre passiert, wenn man in seiner Kindheit seinem Hobby, dem Malen oder Musizieren nachgegangen wäre und nicht das gelernt hätte, was andere von einem verlangten? Schüler der Sudbury Schule stellen sich keine solchen Fragen. Denn das Prinzip dieser Schulform besagt, dass Kinder durch ihre eigene Neugier automatisch motiviert sind. Es gibt bei dieser Schulform keinen traditionellen Unterricht. Auch ein Lehrplan ist nicht vorgegeben. Was die Kinder lernen, entscheiden sie selbst.
Die Schule
Die Sudbury Schule ist eine demokratische Schulform, die vor rund 30 Jahren mit der Sudbury Valley School in Amerika ihren Anfang nahm. Der zentrale Grundsatz der Schule besagt, dass jeder Schüler über seine Zeit frei verfügen kann. Er kann selbst entscheiden, was, wann, wie und mit wem er lernt. Die Sudbury Schulen haben weder Noten noch Zeugnisse.
Der Unterricht ist generell altersgemischt und nach den Interessen und Fähigkeiten der Schüler organisiert. Kinder und Jugendliche von 4 bis 19 Jahren lernen mit- und von einander. Die Kindern können spielen, Bücher lesen, sich mit anderen Schülern oder Mitarbeitern über verschiedene Themen unterhalten, musizieren oder sich künstlerisch betätigen.
Der demokratische Ansatz
Da die Sudbury Schule demokratischen Prinzipien folgt, wird jede Woche eine Schulversammlung abgehalten, an der Schüler und Mitarbeiter teilnehmen dürfen. Hierbei sind sie gleichberechtigt. So kann es auch sein, dass die Schulversammlung von einem jüngeren Kind geleitet wird.
Wenn Verstöße gegen Schulregeln begangen werden, befasst sich damit das Justizkomitee. Das Justizkomitee geht nach rechtsstaatlichen Grundsätzen vor. Das beinhaltet insbesondere die Unschuldsvermutung. Beschwerden müssen ausschließlich schriftlich vorgebracht werden und sich auf bestehende Schulregeln beziehen. Diese Herangehensweise sorgt dafür, dass die Schüler das wahre Leben in einer Demokratie erfahren.


