In der Montessori Schule spielt die eigene Motivation eine wichtige Rolle.
Gemäß des pädagogischen Ansatzes sollen die Kinder aus der eigenen Motivation heraus ohne jegliche äußere Einflussnahme lernen. Selbst Kritik und Lob werden für die innere Entwicklung als hinderlich erachtet. Die Befürworter meinen, es sei wichtig, die Schüler in ihrem eigenen Tempo lernen zu lassen, sodass sie ihre eigenen Talente und Begabungen erforschen können.
Das Unterlassen von Lob und Kritik ist unter Experten jedoch umstritten. Es ist wissenschaftlich belegt, dass Lob positiv verstärkend wirkt, wohingegen Kritik beziehungsweise Bestrafung dazu führen, dass negative Verhaltensweisen verschwinden. Wenn man diese Einflussnahme unterlässt, brauchen Kinder länger, um etwas zu erlernen.
Häufig wird in Montessori Schulen altersgemischt unterrichtet. So können sich Schüler gegenseitig etwas erklären und helfen. Die Jüngeren profitieren von den Älteren und umgekehrt. Die erste Unterrichtshälfte nimmt Freiarbeit ein und in der zweiten Hälfte findet der konventionelle Regelunterricht statt. Bei der Freiarbeit dürfen sich Kinder aussuchen, was sie lernen wollen. Die Lehrer greifen auch während der Freiarbeit nicht in den Lernprozess ein. Der Grundsatz heißt: "Hilf mir, es selbst zu tun". Sie zeigen dem Kind, wie etwas geht, aber machen es keinesfalls für das Kind.


