Familie

Kinderkekse: Spezielle Babyprodukte

ico_60x60_familie.png

Auch Kinderkekse können schädlich sein. Denn oftmals enthalten sie viel zu viel Eiweiß.

Immer öfter findet man in den Supermarktregalen Produkte, die speziell für Babys und Kleinkinder entwickelt worden sind. Es handelt sich meist um ansprechend verpackte Desserts oder kleine Zwischenmahlzeiten. Entscheidungsfreudige Eltern können sich für Kinderkekse, Joghurts, Puddings und anderen leckeren Babyprodukten entscheiden. Meist sind die Desserts für die Zielgruppe ab sieben Monaten geeignet, so der Verpackungsaufdruck.

Kinderkekse: Zu viel Eiweiß ist schädlich
Die Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde aber warnt vor diesen „Beikostprodukten auf Milchbasis“. Denn die zahlreichen Lebensmittel hätten mehr Nach- als Vorteile. Der Hauptbestandteil der meisten Produkte ist Kuhmilch oder Kuhmilcherzeugnisse. Diese sind von Natur aus stark eiweißhaltig. Zu viel Protein aber belastet die Nieren und den Stoffwechsel der Kleinkinder. Wenn der Körper viel Eiweiß aufnimmt, muss er über die Nieren zusätzlichen Harnstoff – ein Abbauprodukt im Eiweißstoffwechsel – ausscheiden. Die Nieren müssen viel mehr Wasser abgeben als bei normalen Beikostgläschen.

Der empfohlene Tagesbedarf von einem Gramm pro Kilogramm kann leicht über die normale Ernährung gedeckt werden, ein Mehr an Eiweiß ist nicht nur unsinnig sondern auch äußerst schädlich. Kinder bis zum ersten Lebensjahr sollen laut Experten, überhaupt keine Milchprodukte (Kuh) zu sich nehmen, denn Kuhmilch hat einen niedrigen Eisengehalt. Zusätzlich hemmt sie die Aufnahme von Eisen aus anderen Lebensmitteln. Da Eisen einen wichtigen Stellenwert in der Bildung des Bluts und der geistigen Entwicklung von Kleinkindern einnimmt, wäre ein Eisenmangel in dieser Phase der Entwicklung äußerst fatal.
 
Ein weiterer möglicher negativer Nebeneffekt einer stark eiweißreichen Ernährung: Babys, die in den ersten Lebensmonaten zu viel Eiweiß aufgenommen haben, werden später höchstwahrscheinlich übergewichtig. Denn die ständig überhöhte Proteinzufuhr führt zu einer gesteigerten Ausschüttung von Insulin und dem sogenannten Insulin-like growth factor-1 (IGF-1).

Familie
WEITERLESEN: ZurückWeiter