Saturday 13.March.2010
 

26 Oktober, 2007

Ein Mann ein Wort - eine Frau ein Wörterbuch? Studie räumt mit dem Klischee auf

Allgemein

Frauen___M_nner.jpgWann haben Sie zuletzt mit Bekannten, Freunden oder in der Familie über dieses Vorurteil gescherzt? Nach dem Motto: Ein Mann kommt nach der Arbeit nach Hause und hat schon 7.500 seiner 8.000 Wörter verbraucht, während sie ihn mit noch 13.000 verbleibenden Wörtern empfängt.

Dass nicht alle Redewendungen der Wahrheit entsprechen, hat nun ein Team um den Psychologiedozenten Matthias Mehl von der Universität von Arizona in Tucson herausgefunden. In ihrer Studie haben die Wissenschaftler in regelmäßigen Abständen mit einem Mikrofon die Stimmen weiblicher und männlicher Testpersonen unbemerkt aufgenommen, ausgezählt und hochgerechnet. Das Resultat: durchschnittlich 16.215 Wörter bei den Frauen, 15.669 bei den Männern pro Tag. Der festgestellte Unterschied von gerade einmal 500 Wörtern ist im Vergleich zu dem 45.000-Wörter-Unterschied der redseligsten und schweigsamsten Person ein sehr geringer.

Bedeutet das also, dass alle Thesen um den Streit und seine Ursachen nun über den Haufen geworfen sind und man sich neue Lösungen einfallen lassen muss? Haben nun alle Beziehungsratgeber Unrecht und müssen umgeschrieben werden?

Mehl untersuchte weiter, was seine Probanden denn so von sich gaben. Dabei stellte sich heraus, dass Männer mehr über technische, finanzielle oder sportliche Themen redeten, während bei Frauen der partnerschaftliche und soziale Teil vorherrschte.

Allerdings stellt auch diese Studie nur wieder statistische Behauptungen auf. Die Realität sieht meist anders aus. Es gibt eben genug schweigsame Frauen und redselige Männer.


Der Beitrag wurde am Freitag, den 26. Oktober 2007 um 11:09 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

Einen Kommentar schreiben