Monday 15.March.2010
 

Archiv der Kategorie ‘Geschlechterkampf‘

BlogFu__ball.jpgLetztens hab ich Fußball mit meinem neuen Freund geschaut. Mit neuen Partnern ist das so eine Sache, man weiß auch nach ein paar Monaten nicht, was einen erwartet und so kann man ziemlich hinterhältig von komischen Angewohnheiten überfallen werden. Wie auch diesen Abend:
Ich saß nichtsahnend neben ihm und kaute lustlos auf seiner selbst-in-den-Ofen-geschobenen Pizza herum, da stand er doch glatt zur Deutschen Nationalhymne eines zweitrangigen Länderspiels von der Couch auf! Packte sich die Hand aufs Herz und schwieg andächtig, während die Kamera über die Gesichter der Spieler schwenkte.
Wie gern hätte ich ein Bild von meinem offenen Mund gesehen, aus dem das zerkaute Stück Salami winkte. In diesem Moment konnte ich mich nicht entscheiden, ob ich laut loslachen oder mit aufstehen sollte. Ich fühlte mich wie ein Tier im Käfig, unfähig irgendwas zu tun, als da zu sitzen und seinen Hintern anzustarren. Die zwei Minuten, die wir dann gemeinsam verbrachten, er stehend, ich sitzend, waren die längsten des Abends. Bis er sich endlich (endlich!) wieder hinsetzte, hatte ich mehr geschwitzt als nach ein paar Liegestützen bei dem Gedanken daran, dass ich mir diesen Mann ausgesucht hatte und ihn eigentlich toll fand. Aber genau dieser Mann hatte gerade andächtig vorm Fernseher gestanden und „Blühe, deutsches Vaterland“ mitgesummt.
Fremdschämen Deluxe.

Bitte was ist das mit Männern und Fußball?
Versteht mich nicht falsch, ich mag Fußball. Ich schaue es mir gerne an, von der Couch aus, jubele bei Toren und bin traurig, wenn Deutschland in irgendeinem Finale mal wieder kurz vor knapp rausfliegt. Ich habe sogar geweint, als unsere Mannschaft damals im Halbfinale gegen Italien ausschied. Ich bin also alles andere als eine typische Frau, dich sich stundenlang Sex and the City anschaut und dabei Joghurt Gums zwischen den Zehen hat.
Aber hallo!? Aus der Sicht eines Außerirdischen betrachtet, sitzen da tausende von Menschen in komischen Aufzügen um ein Spielfeld herum und veranstalten einen Heidenlärm, weil da andere Männer einem runden Ding hinterherlaufen und mit den Füßen danach treten.
Mehr ist es nicht! Und noch lange kein Grund zu Hause vor dem Fernseher zu stehen und die Hand auf die Brust zu patschen! Immerhin macht man das im Stadion doch schon, wie würde das aussehen, wenn jeder vor dem heimischen Fernseher steht? Oder stellt sich etwa irgendjemand auf, wenn Angela Merkel eine Rede hält? Nein.

Vielen Frauen geht es so wie mir, obwohl wenige je mit einer ähnlich peinlichen Situation zu kämpfen hatten. Fußball läuft allem dem Rang ab. Wenn Fußball-WM ist, werden statistisch gesehen viel weniger Kinder gezeugt und mich würde es nicht wundern, wenn sich in der Zeit mehr Frauen fürs Lesbischsein entschieden als sonst. Wer einen hartnäckigen Fußballfan zum Freund hat, weiß, was ich meine. Zu Heimspielen wird hingegangen, das Davor und Danach ausgiebig zelebriert, sogar das Kartenkaufen wird mit Bier begossen. „Entschuldigung, ich kann morgen nicht zu dir kommen und einen netten Abend verbringen. Ich muss die Karten abholen. Für Fußball. Das verstehst du doch sicher.“
Freunde werden zu jedem dummen Spiel eingeladen, die dann im Chor den Fernseher anschreien und bierfeuchte Spucke versprühend rufen:
Mach ihn rein! Mach ihn rein!
Doch warum, warum, warum??
Keiner weiß eine Antwort. Google nicht, Freud nicht, keiner weiß es. Es muss wohl daran liegen, dass Männer Kämpfernaturen sind und ihnen das Herz aufgeht, bei einem Krieg live dabei sein zu können. Oder zumindest das Gefühl zu haben, sie seien live dabei. Denn wehe dem, Sie erzählen Ihrem Liebling, dass das Spiel eh mit einer Verzögerung von fünf Sekunden über den Bildschirm flimmert. Das will er nämlich nicht hören und geht wohl möglich ab dann jedes Spiel im Stadion ansehen.
Wenn das so wäre, bliebe der Frau nichts anderes mehr übrig, als still und heimlich zu hoffen, dass seine Mannschaft verliert, denn sonst ziehen er und seine Kumpels bis morgens um sechs durch sämtliche Pubs. Und ihr Mann, sogenannter, ist dann für die nächsten zwei Tage zu nichts zu gebrauchen. Ein Hoch auf den Fußball!

Autor: FZ

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M_nner_sterben_fr_her.jpgIn einer Sache unterscheiden sich Männer und Frauen sehr deutlich: in ihrem Lebensstil. Frauen rauchen seltener, trinken weniger und lassen sich vorsorglich untersuchen. Achtet jeder zweite Mann zwar auf ausreichende körperliche Betätigung und seine Ernährung, wird trotzdem mehr getrunken, geraucht und draufgängerischer gelebt. Im Beruf gibt es vermehrt Stress, ebenso im Straßenverkehr. Mit elf Tagen im Jahr sind sie durchschnittlich einen Tag weniger krank als Frauen, was allerdings auf den zweiten Blick wenig aussagekräftig ist.

Den Beweis liefert eine neue Studie der DAK. Demnach erkranken Männer häufiger an lebensstilbedingten Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In Zahlen ausgedrückt: Fast 6 % im Gegensatz zu 3,3 % bei den Frauen, gemessen an der relativen Häufigkeit der Fehltage und Krankschreibungen. Lungenkrebs und alkoholbedingte Leberschäden treten sogar doppelt so oft auf, wie bei der weiblichen Schöpfung. Eine Ursache sehen die Experten in der Wahrnehmung des alle zwei Jahre anfallenden und von der Kasse bezahlten Gesundheitschecks. Lässt sich jede zweite Frau untersuchen, so ist es lediglich jeder fünfte Mann. Diese brächten ihr Auto lieber zum TÜV, als sich selbst untersuchen zu lassen, so Herbert Rebscher, Chef der DAK. In letzter Zeit werden auch psychische Erkrankungen immer relevanter. Die weibliche Reaktion ist meist von Passivität und Niedergeschlagenheit geprägt. Männlich wird allerdings meist mit Aggression und riskantem Verhalten reagiert und beispielsweise eine Depression eher unterdrückt und ignoriert, als diese behandeln zu lassen. Ebenfalls eine Ursache der durchschnittlich um sechs Jahre kürzeren Lebenszeit.

Doch was kann man dagegen tun? Oder eine andere Frage: sollte Man(n) überhaupt etwas tun? Sind es doch teilweise, wenn hier vielleicht etwas polemisch dargestellt, genau die Eigenschaften, die einen Mann ausmachen. Etwas mehr Robustheit, in manchen Situationen wenig Zurückhaltung und Impulsivität. Eigenschaften, die so manche Frau sicherlich im Idealbild eines Mannes nicht missen will.

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Intelligenz.jpgNach einer im September veröffentlichten britischen Studie sieht es so aus, als wären Männer intelligenter, oft aber auch dümmer als Frauen. Psychologen der Universität Edinburgh entdeckten bei ihrer Studie, dass unter den intelligentesten 2 % der Bevölkerung doppelt so viele Männer wie Frauen sind. Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass Männer von Natur aus stärker nach Intelligenz streben. Sie wollen so für das andere Geschlecht interessanter machen.

Zugleich wurde aber auch festgestellt, bei einem Test mit 2.500 Brüdern und Schwestern, dass auch bei den 2 % mit der geringsten Intelligenz die Männer die Nase vorn hatten.

Den Frauen gehe es eher um reproduktive Qualitäten, so der Leiter der Studie, Psychologie-Professor Timothy Bates.

Für den Intelligenztest hatten Forscher die Probanden in den Naturwissenschaften und Sprachen sowie deren mechanische Fähigkeiten ausgewertet. Kritisch ist bei dem Ergebnis allerdings, dass der Test von einem reinen Männerteam durchgeführt wurde.

Ist es also wirklich bewiesen, dass Männer schlauer sind als Frauen? Zwischen den Geschlechtern gibt es viele Klischees. Eines davon ist, dass Frauen in Mathematik und den Naturwissenschaften schlechter sind als Männer.

So behauptete Larry Summers, Präsident der Elite Universität Harvard, dass es weniger Frauen in Naturwissenschaften gäbe, weil sie weniger begabt seien. Auch nach seinem Rücktritt wurde die Diskussion weitergeführt. Unbewusste Vorurteile können die Motivation senken sich mit beispielsweise Naturwissenschaften auseinanderzusetzen. Dies zeigt der Sozialpsychologe Paul Davis der University of Carolina in Los Angeles. So lösten weibliche Mathematikcracks die Aufgaben schlechter, wenn sie wussten, dass die Leistungen mit denen von Männern verglichen werden.

Dies löst schon einmal die Frage, warum Frauen angeblich schlechter in Naturwissenschaften sind und zeigt, dass es nur peripher etwas mit der Intelligenz zu tun hat. Alles hängt von der Erziehung und dem Umfeld ab. Wird einer Frau immer wieder eingeredet sie wäre in etwas nicht so gut wie ein Mann, dann kann die Motivation sich in diesem Bereich zu üben ja auch nur sinken.

Kein Wunder also, dass Männer immer wieder behaupten, Frauen könnten nicht einparken. Sie wollen den Frauen nur die Motivation nehmen, denn in Wirklichkeit können sie es genauso gut.

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