Thursday 18.March.2010
 

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TwilightBlog

Die Fortsetzung der Twilight-Saga „New Moon – Biss zur Mittagsstunde“ hatte schon im Voraus vor Hysterie gesorgt. Als die Jungstars Robert Pattinson, Kristen Stewart und Taylor Lautner auf ihrer Promo-Tour durch Europa in München Werbung für ihren neuen Film machten, gab es für Tausende von Fans kein Halten mehr. Seit dem 26.11.2009 ist der langersehnte Film nun schon in den deutschen Kinos zu sehen. In den USA spielte er am ersten Tag alleine 72,7 Millionen Dollar ein, ein Gewinn, der sogar die Harry Potter Rekorde schlug. Die romantische Love-Story von der Schülerin Bella Swan und dem Vampir Edward Cullen, appelliert ganz klassisch im Stile von Romeo und Julia an die schwärmerischen Sehnsüchte junger Mädchen, die bei der teilweise doch sehr kitschigen Umsetzung ganz auf ihre Kosten kommen.

Der zweite Teil des Films beginnt nach der dramatischen Kampfszene aus dem ersten Teil (Bella landete nach ihrem Überlebenskampf mit einem Vampir mit Bisswunde und Beinbruch schwerverletzt im Krankenhaus) noch recht harmlos, bis Bella jedoch ihren 18. Geburtstag mit der Familie der Cullens feiert und sich unglücklicherweise an dem Geschenkpapier schneidet. Ein fataler Fehler in einem Haus voller Vampire. Gerade noch kann Edward (Robert Pattinson) seinen Vampirbruder Jasper (Jackson Rati) davon abhalten, sich auf Bella zu stürzen. Edward wird nach diesem Vorfall bewusst, dass er und seine Familie eine lebensgefährliche Bedrohung für Bella darstellen und sieht nur eine Lösung, um sie schützen zu können – er muss sie verlassen. Für Bella beginnt daraufhin eine grauenvolle Zeit der Einsamkeit, sie verfällt zunehmend dem Schmerz bis sich eine zaghafte Freundschaft mit dem Indianerjungen und alten Freund Jacob Black (Taylor Lautner) entwickelt. Jedoch verändert sich dieser im Laufe der Zeit auf merkwürdige Weise: Aus dem Jungen Jacob wird schon bald (sehr zur Freude des weiblichen Publikums) ein junger muskulöser Mann, der schließlich jedoch gegenüber Bella immer verschlossener wird. Als diese ihn und seine Freunde aufgrund seines seltsamen Verhaltens zur Rede stellen will wird das Geheimnis offenbart: Jacob ist ein Werwolf…

Der Film, der wie bereits der erste Teil (Twilight – Biss zur Morgenstunde) auf dem Bestseller Roman von Stephenie Meyer basiert bleibt trotz guter Vorlage dennoch relativ flach. Viele der Dialoge wirken zum Teil sehr plump und unbeholfen, ganz abgesehen von der schauspielerischen Leistung der Hauptdarsteller, durch welche die leidenschaftlichen Gefühle zwischen Bella und Edward doch eher an der Oberfläche zu bleiben scheinen. Auch die Animation im Film ist eher mittelmäßig, so wirkt die Verwandlung Jacobs und seiner „Artgenossen“ doch zum Teil sehr unecht. Was bleibt ist ein Film, der hauptsächlich von den Vorlieben weiblicher Teenager lebt. So sind Jacob und die anderen Werwolfjungs meist mit freiem Oberkörper zu sehen und auch Frauenschwarm Robert Pattinson tritt schließlich mit freiem Oberkörper vor die Menschen, um die Volturi (die mächtigen italienischen Vampire) herauszufordern. All dies ist manchmal schon zuviel des Guten, wodurch die Story zusehends in den Hintergrund gerät. Dennoch positiv anzumerken ist der äußerst ansprechende Soundtrack mit wirklich wunderschönen Songs wie beispielsweise von „The Killers“ oder der Band „Muse“. Eingefleischte Twilight-Fans, die sich schon mit der ersten Romanverfilmung identifizieren konnten, werden auch an dem zweiten Teil ihre wahre Freude haben. Wem jedoch allein das gute Aussehen von Pattinson und Co. nicht ausreicht, der sollte vielleicht lieber zu den Original-Romanen greifen.

Autor: MS
Bildquelle: Warnermedia, Concorde Filmverleih GmbH

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