Thursday 11.March.2010
 

Archiv der Kategorie ‘Ernährung‘

Rucola.jpg

In Zeiten eines fortschreitenden Gesundheitsbewusstseins sind Statistiken über erhöhte Pestizidbelastungen besonders erschreckend und sollten zum Nachdenken anregen. Zuletzt wurde vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz die Belastung von diversen Obst- und Gemüsesorten untersucht.

In beinahe zwei von drei Proben wurde 2006 ein Pestizid-Rückstand nachgewiesen. Allerdings wird diese Statistik durch den Umstand, dass lediglich in 5,3 % der Fälle die zulässige Höchstgrenze überschritten wurde, gemildert. Ebenfalls positiv ist, dass diese Überschreitung prozentual um 0,5 Punkte im Gegensatz zum Jahr 2005 zurückging. Etwa 38 % der untersuchten Proben wiesen keinerlei Rückstände auf. Damit liegt der Satz der Obst- und Gemüsesorten, die entweder frei von Schadstoffen oder unterhalb der bedenklichen Grenze sind, bei fast 95 %.

Klingt viel, aber was ist mit den restlichen 5 %? Immer noch eine erschreckend hohe Zahl. Gerade wenn man sich die Tatsache vor Augen führt, dass es bei den untersuchten Sorten weiter gravierende Unterschiede gibt. Spitzenreiter sind Rucola und Kräuter. Hier wird von fast 25 % der Proben die Höchstgrenze überschritten.

Anders verhält es sich dabei bei vielen saisonalen und heimischen Produkten. Hier wurde die Grenze deutlich seltener überschritten. Ebenso sind Kleinkinder- und Säuglingsnahrung kaum oder gar nicht betroffen.

Muss man sich nun also darum sorgen, was man noch essen kann, ohne ernsthaft zu erkranken? Es kann Entwarnung gegeben werden. Die Grenzen beziehen sich auf übermäßigen Verzehr.

Experten empfehlen daher, auf Bio-Produkte und saisonale Sorten zurückzugreifen.

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EU.jpgErschreckende Zahlen veranlassen nun die EU zum Einschreiten in die Nahrungsmittelkennzeichnung. Unter den knapp 500 Millionen Einwohnern leiden allein rund 22 Millionen Kinder unter teilweise starkem Übergewicht. Und Jahr für Jahr steigt die Zahl um weitere 350.000. Aber woran liegt das? Und was kann man dagegen tun? Erste Lösungsansätze gibt es bereits in Großbritannien. Dort sind viele Lebensmittel farblich gekennzeichnet, um den Verbrauchern mit Rot, Gelb und Grün zu signalisieren, was wenig, in Maßen und unbedenklich verzehrt werden kann. Nun wird darüber diskutiert, ob diese Vorgabe nicht zu sehr in die Entscheidungsfreiheit eingreift.

EU-Gesundheitskommissar Markos Kyprianou schlug nun vor, auf den Nahrungsmitteln einheitlich zu kennzeichnen, wie viel von den fünf wichtigsten Nährwerten in dem jeweiligen Produkt pro 100 Gramm oder Milliliter enthalten sind. Diese sind Kalorien, Fett, gesättigte Fettsäuren, Zucker und Salz. Es soll nicht das Ziel sein, dem EU-Bürger ein tägliches Menü vorzuschreiben, sondern mittels informeller Aufklärung die Auswahl an gesunden Produkten zu erleichtern. Diese Reglung soll allgemein für alle Lebensmittel gelten, jedoch von den einzelnen Staaten beliebig ausgeweitet werden können.

Im Besonderen wird dabei auf klein portionierte Produkte, wie Joghurt oder Schokoriegel eingegangen. Hier sind die Angaben jeweils pro Portion zu kennzeichnen. Eine Ausnahme bilden alkoholische Getränke. Diese heikle Gruppe wehrt sich gegen die Kennzeichnung. Gerade die Brauereien wollen nicht auf den hohen Zuckergehalt in ihrem Bier hinweisen. Ebenso verhält es sich bei Wein. Da diese Produkte allerdings ohnehin EU weiten Regelungen unterliegen, könnte hier eine Regelung auf ebendieser Ebene folgen.

Mischgetränke wie Alcopops sollen wiederum eine Ausnahme bilden. Da teilweise Fruchtsaft enthalten ist, soll hier eine einheitliche Kennzeichnung erfolgen, um den Mischgetränken keinen Vorzug zu gewähren.

Zusätzlich zu den Nährwertangaben, soll nun auch der Bezug ausländischer Zutaten bei einem Produkt „hergestellt in Deutschland” angegeben werden. Ein Beispiel wäre „made in EU”.

Bis der Vorschlag Gesetz wird, dauert es allerdings noch. Zunächst muss eine Zustimmung vom Parlament und den Mitgliedsstaaten erfolgen. Anschließend haben kleine Unternehmen fünf, große drei Jahre Zeit, um ihre Produkte entsprechend zu kennzeichnen.

Ob diese Lösung eine allgemeine Gewichtsreduktion nach sich zieht, sei dahingestellt. Ob überhaupt darauf geachtet wird, was gesund oder ungesund ist, das ist die andere Frage. Dass die vielen Fast Food Ketten und Tiefkühlpizzen keine ausgewogene und gesunde Kost darstellen, dürfte allerdings jetzt schon bekannt sein.

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Cranberry.jpgDem Verwandten der Heidel- und Preiselbeere wird schon seit Längerem eine universelle gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben. Doch was genau ist und bewirkt diese, hierzulande fast als Exot geltende Frucht?

Die Beere stammt aus Nordamerika und wird auch hauptsächlich dort angebaut, vornehmlich in Neuengland. Dass sie eine heilende Wirkung besitzt, wussten schon die Indianer. Mit speziellen Verfahren geerntet, gehört sie heute zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Thanksgiving Festessens. Der Name Cranberry, Kranbeere auf deutsch, wird von der Blütenform der Pflanze hergeleitet, die einem Kranichschnabel ähnelt. Auf Grund der vielfältigen Wirkungen findet die Beere auch in Deutschland, Europa und Asien eine zunehmende Beliebtheit und wird mittlerweile auch hier in kleinem Stil angebaut.

Doch was genau ist nun diese gepriesene Wirkung?

Zunächst sind starke Antioxidantien enthalten, die das Wachstum von Krebszellen eindämmen und positive Effekte bei Arteriosklerose, Magengeschwüren und Herzerkrankungen haben. Die zentrale Bedeutung liegt allerdings in ihrer Eigenschaft, Bakterien an der Bildung eines Biofilms zu hindern. Dieser Biofilm ist eine Art Schützhülle, die sich um einen Bakterienverband schließt, um diesen resistenter gegen äußere Einwirkungen, wie zum Beispiel die der Immunabwehr des Körpers zu machen. Zusätzlich bilden einige Inhaltsstoffe eine Art Teflonschicht um die Körperzellen, wodurch Bakterien und andere Erreger nur sehr schwer eine Andockstelle finden und sozusagen einfach abprallen. So wird die Cranberry beispielsweise in der Behandlung von häufigen Blasenentzündungen und anderen Harnwegsinfektionen seit einiger Zeit erfolgreich präventiv eingesetzt. Dies wurde durch klinische Studien sowie verschiedene Erfahrungsberichte mehrmalig nachgewiesen.

Wer an einer Neigung zu Blasenentzündungen leidet, dem empfehlen Experten eine Dosis von zwei Gläsern Cranberrysaft am Tag. Alternativ kann man die Beere auch in Tablettenform zu sich nehmen, allerdings sollte man bei einer Blasenentzündung ohnehin viel trinken. Zumal die Beere einen sehr besonderen Geschmack aufweist.

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