
In Zeiten eines fortschreitenden Gesundheitsbewusstseins sind Statistiken über erhöhte Pestizidbelastungen besonders erschreckend und sollten zum Nachdenken anregen. Zuletzt wurde vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz die Belastung von diversen Obst- und Gemüsesorten untersucht.
In beinahe zwei von drei Proben wurde 2006 ein Pestizid-Rückstand nachgewiesen. Allerdings wird diese Statistik durch den Umstand, dass lediglich in 5,3 % der Fälle die zulässige Höchstgrenze überschritten wurde, gemildert. Ebenfalls positiv ist, dass diese Überschreitung prozentual um 0,5 Punkte im Gegensatz zum Jahr 2005 zurückging. Etwa 38 % der untersuchten Proben wiesen keinerlei Rückstände auf. Damit liegt der Satz der Obst- und Gemüsesorten, die entweder frei von Schadstoffen oder unterhalb der bedenklichen Grenze sind, bei fast 95 %.
Klingt viel, aber was ist mit den restlichen 5 %? Immer noch eine erschreckend hohe Zahl. Gerade wenn man sich die Tatsache vor Augen führt, dass es bei den untersuchten Sorten weiter gravierende Unterschiede gibt. Spitzenreiter sind Rucola und Kräuter. Hier wird von fast 25 % der Proben die Höchstgrenze überschritten.
Anders verhält es sich dabei bei vielen saisonalen und heimischen Produkten. Hier wurde die Grenze deutlich seltener überschritten. Ebenso sind Kleinkinder- und Säuglingsnahrung kaum oder gar nicht betroffen.
Muss man sich nun also darum sorgen, was man noch essen kann, ohne ernsthaft zu erkranken? Es kann Entwarnung gegeben werden. Die Grenzen beziehen sich auf übermäßigen Verzehr.
Experten empfehlen daher, auf Bio-Produkte und saisonale Sorten zurückzugreifen.
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Erschreckende Zahlen veranlassen nun die EU zum Einschreiten in die Nahrungsmittelkennzeichnung. Unter den knapp 500 Millionen Einwohnern leiden allein rund 22 Millionen Kinder unter teilweise starkem Übergewicht. Und Jahr für Jahr steigt die Zahl um weitere 350.000. Aber woran liegt das? Und was kann man dagegen tun? Erste Lösungsansätze gibt es bereits in Großbritannien. Dort sind viele Lebensmittel farblich gekennzeichnet, um den Verbrauchern mit Rot, Gelb und Grün zu signalisieren, was wenig, in Maßen und unbedenklich verzehrt werden kann. Nun wird darüber diskutiert, ob diese Vorgabe nicht zu sehr in die Entscheidungsfreiheit eingreift.
Dem Verwandten der Heidel- und Preiselbeere wird schon seit Längerem eine universelle gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben. Doch was genau ist und bewirkt diese, hierzulande fast als Exot geltende Frucht?