Thursday 2.September.2010
 

Archiv der Kategorie ‘Beauty‘

Frauenmagazine

Ich oute mich – und zwar als eine leidenschaftliche Leserin diverser Frauenmagazine! So stapeln sich bei mir nicht nur Zeitschriften voller Klatsch und Tratsch, die mir jede Woche „aufs Neue“ Einblicke in das Leben von Brangelina und ihren sechs Kids geben, sondern auch solche, die als Ratgeber für die moderne Frau fungieren und mir neben häufig nicht ganz unkomplizierten Rezepten auch noch die aktuellen Antworten auf alle Fragen zu Liebe, Sex und Zärtlichkeit in Form eines Psychotests geben (dessen an zu kreuzende Antwortmöglichkeiten übrigens nur in den seltensten Fällen mit den meinen übereinstimmen). Natürlich gibt es da auch noch die Modemagazine, denen ich immer wieder gerne Vertrauen schenke, wenn es darum geht, meinen Kleiderschrank neu zu bestücken.

Schaut man sich all diese Magazine an, so müsste einem sofort klar werden, dass Frauen die Zielgruppe sind. Doch so deutlich das auch eigentlich durch Themen, Layout und Farbkonzept sein müsste – manche Männer scheinen das nicht so zu sehen… Woher ich das wohl weiß?

Nach und nach verschwinden in meinen eigenen vier Wänden immer wieder Frauenzeitschriften, als hätten sie Beine bekommen, liegen die vermissten Exemplare dann plötzlich im Badezimmer, unsauber gestapelt direkt griffbereit neben der Toilette. Entweder Sie fragen sich jetzt, wie die da denn wohl hingekommen sind, oder aber bei Ihnen handelt es sich um eine der Frauen, die gerade ein Schmunzeln unterdrücken müssen, weil sie sich sagen: „Ha, das erleb ich auch regelmäßig!“. Sollten Sie zusammen mit ihrem Partner in einer Wohnung leben, in der auch die „Gala“, „Intouch“, „Instyle“, „Freundin“, „Brigitte“, und so weiter zu finden sind, dann haben auch Sie sicher die ein oder andere Ausgabe schon einmal auf dem Klo wiedergefunden und können sich sicher sein, dass nun auch ihr Partner die angekreuzten Antworten Ihres letzten Psychotests in und auswendig kennt (und Sie mit Sicherheit auch drauf ansprechen wird, was sehr anstrengend werden kann, da eben die meisten Antwortmöglichkeiten gar nicht den eigenen entsprechen!) und mit Ihnen über Diäten, Drogenexzesse und Comebacks von Lindsay Lohan und Co. diskutieren möchte.

Anscheinend haben auch Männer ein Bedürfnis, sich mithilfe von Magazinen fortzubilden, um anschließend darüber kommunizieren zu können. Doch wie sieht es auf dem Markt für die Herren der Schöpfung und ihre Zeitschriften eigentlich aus? Es muss ja ein mickriges Bild sein, dass sich dem Mann in einem gut sortierten Zeitschriftenhandel bietet, wenn er dann doch auf unsere Blättchen zurückgreift!

Werfen wir doch mal einen Blick auf die Auswahl: Nun, da haben wir den „11 Freunde“ lesenden Fußballer (meist eher im passiven Sinne), den Satiriker, der über die politischen Entgleisungen der „Titanic“ sinniert, den Nerd, der das „Chip“ Magazin für sein Allerheiligstes hält, den „Auto Motor Sport“-Leser, der beim Betrachten der abgebildeten PS-Schleudern ins Schwitzen gerät und natürlich denjenigen, der nicht wirklich gerne liest, sondern lieber Hochglanzaufnahmen der schönsten Frauen betrachten möchte. Dank der „FHM“, „Maxim“ und dem „Playboy“ (dessen Leser natürlich auch und vor allem über gute Witze lacht und sich mit anspruchsvollen Reportagen und Interviews auseinandersetzt) kein Problem. Selbst für den Koch im Manne gibt es ab sofort ein mehr als männliches Kochmagazin mit dem vielsagenden Titel „Beef!“ Und als ob diese Sparten die Interessen der Männerwelt noch nicht genug befriedigen würden, erschien in der letzten Woche nun also auch die „Gala Men“, die – in absoluter Frauenzeitschrift-Manier – Brad Pitt auf den Titel packte. Das alles muss den Mann doch einfach von unseren Frauenzeitschriften ablenken! Wenn ich da mal so drüber nachdenke, bin ich überzeugt, dass es eine Frau gewesen sein muss, die die Idee zu solch einem weiblichen Männerheft hatte, weil sie sich selbst ständig auf der Suche nach ihren eigenen Illustrierten befand.

Abschließend kann ich als Frau da nur sagen: Wow, so früh hatte ich noch nie eine Geschenkidee für Weihnachten. Mein Freund erhält eine der soeben aufgezählten Nachschlagewerke, und zwar im Abo! Und dann werde ich mir mal überlegen, wo ich die gelieferten Ausgaben am besten hinschleppen und lesen werde…

Autor: RL

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Solarium_1.jpgGerade im trüben Winter will man den aschfahlen Teint gerne loswerden und gegen eine gesunde Hautfarbe eintauschen. Momentan haben wir in Deutschland einen grauen Winter. Einen kalten, dunklen und trostlosen Winter. Wer das nicht aushält, geht dann schon mal ins Solarium. Doch man kann es mit den Sonnenstudiobesuchen auch viel zu bunt (beziehungsweise orange!) treiben, wie Hollywood es uns vormacht.
Es klingt wie ein Scherz, doch im angloamerikanischen Raum spricht man mittlerweile von „Tanorexia“. Der Begriff ist eine englische Wortschöpfung aus „tan“, also Bräune und „anorexia“ zu deutsch Magersucht. Der Begriff klingt ein wenig geschmacklos, wenn nicht gar absurd, hat aber mit Essensverweigerung nichts zu tun. Vielmehr geht es um eine Bräunungs- oder Solariumssucht.

Weit verbreitet ist der „Verbrannte-Erde-Look“ selbstverständlich in Hollywood und Umgebung. Schließlich sind neue Süchte in Hollywood ähnlich chic wie die neue It-Bag. Und billiger als die Designerhandtasche ist die Trendsucht auch noch. Doch einen Nachteil hat die Krankheit doch: Man sieht unendlich albern aus. Tara Reid hat zwar mit ihren diversen anderen Süchten gerade genug Probleme, trotzdem möchte man ausrufen: „Tara, nur einmal – verzichte auf die Bräunungscreme und nimm normale Bodylotion!“ Auch die Simpsonsschwestern Jessica und Ashlee können nicht ohne den Toasterlook. Gerade Frauen mit beträchtlicher Oberweite scheinen von der Terracottafliesenhaut angetan. Nur so kann man erklären, dass Busenwunder Pamela Anderson und Katie Price um die Wette ihre orangefarbenen Dekolletés der Welt präsentieren. Auch Männer können unter der Bräunungssucht leiden. Bestes Beispiel: Christiano Ronaldo und der Gott der vorpubertierenden Mädchen Zac Efron. Selbst durchaus stilbewusste Männer wie Designer Valentino und leider auch Al Pacino übertreiben es öfter mal mit der künstlichen Bräune.
Wer jetzt denkt: „Typisch Hollywood, aber soweit kommt es ja hier Gott sei Dank nicht!“, dem sollten diese zwei Worte reichen: Gülcan. Kamps. Wem das nicht genug ist: Dieter. Bohlen. Doch nicht nur die Promis gehen mit der künstlich erzeugten Bräune oft viel zu weit. Auch genügend Otto-Normalverbraucher mögen den Hautton irgendwo zwischen zu lang gekochtem Hummer und ungepflegtem Leder. Ein Wolfgang oder eine Hannelore im Latinlook sehen jedoch noch seltsamer aus als eine gegrillte Jennifer Aniston. Kalifornien hat eben deutlich mehr Sonnenstunden als Castrop-Rauxel …
Dabei weiß doch mittlerweile jeder, dass Besuche im Solarium ein verzögertes Todesurteil für die Haut sind. Wer dann gleich ein paar Mal am Tag in Sonnenstudio geht – erst dann spricht man von Tanorexia – der geht nicht nur das Risiko einer Hautkrebserkrankung ein, sondern fleht den Hautkrebs auf Knien an, ihn anzustecken. Süchtig wird man dadurch, dass ein Sonnenbankbesuch Endorphine freisetzt. Die will der Körper dann immer wieder. Passt man nicht auf, wird man abhängig. Weniger schädlich, aber trotzdem unschön ist die übertriebene Anwendung von Selbstbräunern – besonders dann, wenn man wie Lindsay Lohan regelmäßig seine Füße beim Sprühen vergisst.

Dabei weiß doch heutzutage jeder: Blass ist beautiful. Anne Hathaway, Scarlett Johansson, oder Heike Makatsch sehen gerade dank ihres hellen Teints umwerfend aus. Für Bräunungswütige gilt dagegen: Niemand, der die Hautfarbe einer Terrakottafliese hat, sieht attraktiv aus! Wenn es Victoria Beckham schon nicht steht, dann uns auch nicht. Punkt.

Autor: SH

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12 August, 2008

Kosmetik aus der Natur

Beauty

Ringelblume.jpgRingelblumen sind das bekannteste Mittel bei empfindlicher und gereizter Haut. Die hübschen gelben Blüten, die vielen Kosmetikkonsumenten als Calendula bekannt ist, haben heilsame Wirkung bei Hautbeschwerden – und können in jedem Garten selbst angepflanzt werden. Warum also teure Kosmetik kaufen, wenn das Gute im heimischen Beet blüht? Viele Menschen allerdings scheinen synthetischen Produkten mehr zu vertrauen als der Natur. Ob Anti-Faltencremes, Feuchtigkeitspflege oder Shampoo, die Chemiegläubigkeit nimmt mit allmählich überhand.

Wer sich hingegen mit Tee die Haare spült, mit Zuckertensiden Körper, Wäsche und Haushalt reinigt oder trockene Haut mit hundertprozentiger Sheabutter cremt, wird mitleidig belächelt. Dabei ist die Natur immer noch die beste Schönheitsquelle und liegt zudem vielen chemischen Produkten zugrunde – imitieren lässt sie sich jedoch nicht. Da wir Menschen selbst sozusagen „Naturprodukte“ sind und eben keine Roboter sind, die mit synthetischem Schmieröl ihre Gelenke geschmeidig halten können, ist Naturkosmetik – ob aus dem eigenen Garten oder dem Handel – unserem Körper eben doch am Nähsten. Die Haut nimmt natürliche Bestandteile leichter auf als künstliche, da sie ihr verwandt sind. Zudem sind natürliche Reinigungsmittel schonender und trocknen die Haut gar nicht erst übermäßig aus.

Viele Konsumenten hingegen glauben, nur mit der neuesten Hightech-Creme glücklich werden zu können. Aber mal ehrlich: Haben Sie jemals Jemanden getroffen, der mit einem der in der Werbung hochgepriesenen Produkte so richtig zufrieden war? Dessen Haut tatsächlich dauerhaft von Falten befreit wurde, dessen versplisstes Haar wirklich und wahrhaftig über Nacht repariert wurde? Nein? Woran mag das bloß liegen… Die Werbeleute jedenfalls wissen, wo sie ihre Zielpersonen – besonders Frauen – packen müssen, um ihnen kräftig etwas vorgaukeln zu können. Die Verzweilfung mancher Beautyjunkies angesichts kaputter Haarspitzen und gereizter Haut machen sie sich zunutze, um ihre Versprechungen zu platzieren. Und frau läuft brav in die nächste Drogerie, denn vielleicht ist es nun endlich diese Creme oder dieser Conditioner, der die wahren Wunder vollbringt. Die Wunder jedoch finden in den Umsatzstatistiken der Kosmetikindustrie statt.

Dabei wäre weniger manchmal mehr. Für von chemischer „Pflege“ überreizte Haut wären Kamillenblüten oder Ringelblume eine Wohltat, Haare werden gesund, wenn man auf die Spülung verzichtet und gegen Cellulite helfen nunmal Sport und Zuckerverzicht am allerbesten. Glücklich und zufrieden sind hingegen die Wirtschaftsbosse, die von der Hoffnung der Käufer auf schnelle und einfache Hilfe leben. Leider streben wir alle gern in die Ferne, auch wenn das Gute liegt so nah…

Autor: JMH

Mehr zu diesem Thema auf: www.optikur.de/news/

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beine blog_1.jpgSchönheit ist käuflich – daran werden wir uns mittlerweile alle schon gewöhnt haben. Doch der Schönheitswahn nimmt brutale und erschreckende Formen an.
Es geht mittlerweile so weit, dass junge und ohne Zweifel hübsche Frauen sich die Knochen brechen lassen und unbeschreibliche Schmerzen in Kauf nehmen, nur um ein paar Zentimeter größer zu werden.

In einer Klinik in der russischen Stadt Kurgan entscheiden sich jährlich mehr als 200 junge Frauen für eine Operation, bei der sie ihre Beine um ein paar Zentimeter verlängern lassen. Lange Beine sind weiblich und sexy und viele Frauen würden wirklich alles tun um genau so zu wirken. Denn der Eingriff verursacht nicht nur große Schmerzen, sondern bringt auch nicht zu verachtende Risiken mit sich. Es entstehen offene Wunden, die eine Infektion auslösen können und sollte eine OP einmal schief laufen, kann die Patientin danach sogar den Rest ihres Lebens im Rollstuhl verbringen. Außerdem dauert der ganze Prozess des Streckens monatelang.

Doch auch das hält die Patienten nicht davon ab. Ganz im Gegenteil, immer mehr Frauen reisen aus allen Ländern nach Russland und entscheiden sich für einen solch brutalen Eingriff.

Bei der schmerzhaften Operationsmethode werden den Frauen zunächst die Knochen ihrer Beine gebrochen, um sie nachher mittels Metallgestellen auseinander zu ziehen. Wird zum Beispiel der Unterschenkel gebrochen und der dabei entstehende Bruch kontinuierlich vergrößert, so wird der Knochen immer länger. Um den Knochen zu dehnen, wird eine Metall-Konstruktion für die gesamte Behandlungsdauer fest um das Bein geschraubt. Durch das Drehen der Schrauben, die samt Drähte in den Körper ragen, wird der Knochenspalt immer weiter vergrößert.

Auf diese Weise kann ein Knochen pro Tag einen Millimeter “wachsen”. Soll also ein Knochen um etwa 5 Zentimeter gestreckt werden, dauert die ganze Prozedur etwa 150 bis 200 Tage und natürlich halten auch die Schmerzen dementsprechend lange an. Die Patienten können ihr Bein nie vollständig belasten, müssen regelmäßig zur Krankengymnastik und dürfen nur auf Gehstöcken laufen. All das nur um ein paar Zentimeter größer zu sein und wieder etwas mehr einem Schönheitsideal zu entsprechen. Wäre es nicht angebrachter sich eine unglaubliche Menge an High Heels zu leisten, statt sich einer langwierigen und schmerzhaften Operation zu unterziehen, die weit über 100.000 € kostet.

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