Thursday 2.September.2010
 

Archiv der Kategorie ‘Allgemein‘

Es_taut

Nachdem uns der Winter gleich mehrere Wochen (die Jahreszeit Winter dauert drei Monate, die Winterzeit sogar sechs!) in seinen eiskalten Klauen hielt, können wir endlich aufatmen! Diesen Katastrophenwinter scheinen wir fürs Erste heil überstanden zu haben. Alle noch da? Man darf gespannt sein, was das zurückweichende Eis alles so freigibt. Einen neuen Ötzi werden wir wohl nicht finden, aber vielleicht taucht ja die Schweinegrippe wieder auf. Die scheint so plötzlich verschwunden zu sein, wie sie uns überfallen hat. Oder die Bankenkrise? Nein, die ist schon längst vorbei, Banken zahlen ihre Schulden zurück – oder auch nicht – und Manager freuen sich wieder über Bonus-Zahlungen. Die Anleger sind allerdings immer noch pleite, viele ehemalige Hausbesitzer obdach- und die Gefeuerten arbeitslos. Aber so ist das mit der Aufmerksamkeit, die hält bei vielen Menschen nicht lang vor, und die der Medienlandschaft schon gar nicht. Egal, wie wichtig eine Meldung ist, sobald es etwas Neueres gibt, steht es im Mittelpunkt, weil News und Medien eben genau davon leben. Und wenn es nichts Neues gibt? Dann werden Meldungen gepusht, die eigentlich keine Aufregung wert wären, wie zum Beispiel die Tatsache, dass es im Winter schneit und friert.

Tja, nun hat uns also die Streusalz-Krise eiskalt erwischt. Obwohl es gerade anfängt zu tauen und schon vor zwei Wochen vielerorts kein Streusalz mehr verfügbar war, ist bis heute jeden Tag von Neuem zu lesen und zu hören, dass den Kommunen und Gemeinden das Streusalz ausgeht. Ein langsamer Abschied… Die volksnahen gelben Engel von FDP und ADAC fordern dazu auf, nationale Streusalz-Reserven anzulegen. Muss man jetzt ein schlechtes Gewissen haben, wenn man das Salz auf das Frühstücksei streut, anstatt es für den nächsten Frost zu bunkern? Doch Rettung ist in Sicht, in den nächsten Tagen sollen Schiffe aus aller Welt mit neuem Salz im Hamburger Hafen eintreffen. Hoffentlich kommen auch bald die Gummistiefel! Angesichts dieser Flut an Meldungen wäre ein Ende mit Schrecken dem Schrecken ohne Ende vorzuziehen.

Dieser Winter ist ein Glücksfall für die Medien. Er hat Neuigkeitswert, ist für viele Gegenden Deutschlands der erste Winter mit viel Schnee und anhaltendem Frost seit vielen Jahren, und vor allem betreffen die Folgen uns alle unmittelbar. Wir frieren, rutschen und fluchen. Die Menschen hatten sich daran gewöhnt, bis kurz vor Weihnachten Flip-Flops zu tragen und haben ihre Winterkleidung scheinbar weggeschmissen. Nun plötzlich sibirische Verhältnisse – in Outdoor-Geschäften waren polartaugliche Expeditionsboots und schwere Daunenjacken der Renner. Feste Winterstiefel in den gängigen Größen waren bereits zum Jahresanfang ausverkauft, und wir fühlten mit den Eingeschlossenen in Dörfern, die komplett von der Außenwelt abgeschnitten waren. Wobei das heutzutage, wie Wetterexperte Jörg Kachelmann trocken kommentierte, ungefähr soviel bedeutet, wie: Man kann nicht direkt mit dem Auto hinfahren.

Viele Menschen haben den Winter aber auch zu Ihrem Vorteil genutzt: Schneeballschlachten, Rodeln, Schlittschuhlaufen, Spaziergänge durch verschneite Landschaften und sogar auf der zugefrorenen Alster in Hamburg sind wiederentdeckte Winterfreuden. Und für Zu-spät-Kommer hatten auch alle Verständnis… Eigentlich gibt es also keinen Grund, nicht ausführlich über diesen Winter zu berichten. Schade ist bloß, dass im Gegensatz zu der imaginierten Katastrophe in einigen verschneiten Landstrichen beispielsweise die reale Katastrophe in Haiti ziemlich kurz kommt.

Doch das Tauwetter bietet uns jetzt die Chance, uns wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. Nun, wo endlich wieder Salz auf den Tisch kommt, sollte man anfangen, Eier zu bunkern, damit uns nicht zu Ostern die Eier-Krise erwischt. Aber die werden wir bestimmt auch überstehen. Also lassen Sie uns mit einem zuversichtlichen Lächeln das letzte Eis zum Schmelzen bringen…

Autor: JW

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DasJahrIstBaldSchonWiederRum

Witzig, da hat das Jahr doch gerade erst angefangen und schon sind die ersten Tage und Wochen so schnell an mir vorüber gezogen, dass mir manchmal immer noch ganz schwindelig wird!
Gestern habe ich mich doch tatsächlich bei dem Gedanken ertappt, welches Geschenk ich meinem Freund denn in diesem Jahr zu Weihnachten machen könnte… eigentlich sind es ja noch ein paar Monate hin, aber wenn die Zeit bis dahin genauso schnell vorübergeht wie bisher, muss ich aber mal ganz schnell die Hacken in’ Teer hauen, um noch was Schönes zu finden!

Mal ehrlich, ich bin doch nicht die einzige Person, der es so geht! Ihr denkt doch sicher auch in dem einen oder anderen Moment: „Was? Silvester ist schon fast einen Monat her? Was hab ich denn seitdem groß gemacht?“ Das kann ich Euch leider auch nicht sagen – wahrscheinlich lief Euer Tagesablauf ähnlich ab wie bei mir: Kaum aufgestanden geht es auch schon zur Arbeit, die nach alltäglichem achtstündigen Trott endlich ein Ende nimmt und einen wieder nach Hause führt. Dort erledigt man nach Feierabend noch ein wenig den Haushalt, treibt etwas Sport, unterhält sich mit dem Freund, kocht ein klein wenig, telefoniert kurz mit der besten Freundin (bei dem Wort kurz höre ich übrigens gerade in Gedanken meinen Freund schallend lachen), guckt vielleicht etwas fern. Und dann gerät man plötzlich in Panik, weil es ja schließlich schon halb elf ist und man am nächsten Morgen ja auch schon wieder früh raus muss… damit die ganze Routine erneut abgespielt werden kann.

Im Moment habe ich das Gefühl, ich befinde mich in einem Überschallgeschwindigkeitsflieger, der so schnell unterwegs ist, dass sich nicht einmal ein Blick aus dem Fenster lohnen würde, weil die Welt eh nur verschwommen an einem vorbei fliegt.
Die Tage an sich vergehen eigentlich gar nicht so schnell, betrachtet man sie allerdings in ihrer Gesamtheit, so wird einem schnell klar, dass man einfach nicht weiß, wo die Zeit geblieben ist. Schließlich hat man oftmals nicht wirklich etwas Sinnvolles mit seiner Zeit angestellt, sondern einfach nur den Alltag darin eingebettet. Die Zeit vergeht deshalb wie im Flug, man hat eben kaum spezielle Momente, an die man sich zurück erinnert, keine Highlights, die man erlebt hat. Nichts was einem dabei helfen könnte, den Überschallgeschwindigkeitsflieger zu verlangsamen, geschweige denn anzuhalten.

Wie kann es denn aber eigentlich sein, dass einem in manchen Augenblicken kaum Zeit zum Luftholen bleibt und wiederum in anderen die Langeweile einfach kein Ende nehmen will und die Zeit stillzustehen scheint? Oder anders gefragt: Warum kann sich in einem Moment eine einzelne Minute wie zehn Sekunden anfühlen und im nächsten wie 300? Was hat es denn mit dem subjektiven Zeitempfinden bloß auf sich? Es heißt ja, dass besonders ältere Menschen ihr Gefühl für vergangene Zeit einbüßen und der Meinung sind, ihre Tage wären einfach kürzer als früher. Da muss ich mir ja dann glatt mal die Frage stellen, ob ich nicht schon zum alten Kaliber gehöre – und das mit nicht einmal 30 Jahren.

Wenn ich so darüber nachdenke, fällt mir ein Zitat George Orwells ein: „Die Zeit vergeht nicht schneller als früher, aber wir laufen eiliger an ihr vorbei.“ Sollte es tatsächlich so sein, dann kann ich mich jetzt gerade wohl stolz als neue Marathonläuferin betrachten, die die 42,2 Kilometer in neuer Rekordzeit gelaufen ist. Vielleicht sollten wir alle einfach mal einen Gang runterschalten und uns auf Wesentliches besinnen. Nein, nicht vielleicht! Wir sollten uns und unseren Lieben unbedingt mal ein paar schöne Stunden fernab vom Alltag gönnen – und einfach mal aus dem Überschallgeschwindigkeitsflieger aussteigen und zu Fuß gehen!

Autor: RL

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SocialNetworks

Zugegeben, ich bin eine Gefangene. Ich bin eine Gefangene der Social Networks dieser Welt, der sogenannten sozialen Netzwerke. Ja, ich bin ihnen tatsächlich ins Netz gegangen. Dabei fing alles zunächst so harmlos an. Eine Kommilitonin fragte mich, ob ich denn schon studiVZ kennen würde und ob ich nicht auch beitreten wolle. Nein, kannte ich nicht, brauchte ich bis dato auch nicht, eigentlich genauso wenig, wie ich damals auch sehr gut ohne Handy auskam.

Und heutzutage? Es vergeht in der Tat kein Tag, an dem ich nicht mindestens einmal meine Nachrichten auf meiner Profilseite bei studiVZ prüfe oder mich über lustige Fotos meiner Freunde bei Facebook amüsiere. Na ja, sind ja zudem auch ganz praktisch diese sozialen Netzwerke, versuchte ich mir zunächst einzureden. Statt der lästigen SMS schnell umsonst Nachrichten verschicken, schnell neue Leute kennenlernen und alte Schulfreunde wiederfinden und zudem immer über alles und jeden auf dem neuesten Stand sein.

Ungünstig dabei – der Suchtfaktor. Wenn ich mal wieder so vor dem PC sitze und eigentlich viel Sinnvolleres zu tun hätte als meine Freunde in mehr oder weniger witzige virtuelle Gruppen einzuladen frage ich mich ernsthaft, wie es so weit hat kommen können. Nein, ich bin kein Computer-Freak, der sonst keine Freunde hat, ich gehe regelmäßig aus und treffe mich auch mit „realen“ Freunden. Leider sind auch die mittlerweile den sozialen Plattformen ins Netz gegangen, es geht anscheinend einfach nicht mehr ohne. So kann ich mit meiner besten Freundin am Telefon tratschen während wir uns beide gleichzeitig über Facebook Einträge auf der virtuellen Pinnwand hinterlassen oder uns gegenseitig auf Fotos verlinken.

Klar, die Frage nach dem warum hat sich mir schon oft gestellt. Vielleicht ist die nackte Neugier einfach selbst die treibende Kraft, wenn man sich Profilseiten von Personen ansieht, die man eigentlich nur oberflächlich kennt. Wir alle geben kleinlaut zu, uns im Laufe der Zeit zu kleinen „Stalkern“ entwickelt zu haben und das nicht, weil man kein eigenes Leben mehr hat sondern einfach, weil ein klein wenig Gossip hier und da schon verdammt Spaß machen kann.

Trotz der Gefahren, die von solchen Seiten ausgehen und auch wenn manch peinliches Foto eventuell in die falschen Hände geraten kann bin ich dennoch davon überzeugt, dass die Social Networks auch ihre positive Seiten haben. So schien es mir nach einem Auslandsaufenthalt in den USA unmöglich mit all den neuen Freunden aus verschiedenen Ländern in Kontakt zu bleiben. Umso mehr habe ich mich bei Facebook oder bei studiVZ über gemeinsame alte Fotos und über meine Einladungen gefreut, einfach mal zu Besuch zu kommen. Und die Zeit dazwischen? Die haben wir einfach mit „gruscheln“ oder „poken“ überbrückt.

Autor: MS

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Selfness.jpgWer bist du denn? Du siehst aber putzig aus und du glänzt so schön! Ja, Selfness heißt das frischgebackene Baby der Wohlfühl-Industrie.

Wellness. Kein anderer Begriff ist in den letzten Jahren so gedehnt und ausgelatscht worden wie dieser. Wäre Wellness ein Mensch aus Fleisch und Blut, so wäre er jetzt ein 40-jähriger Workaholiker am Ende seiner Kräfte. Mit tiefen Augenringen, nikotingelben Fingerspitzen und einem schlecht sitzendem Anzug. Zum Glück ist Wellness nur ein Begriff und man muss kein Mitleid mit ihm haben, sondern kann ihn einfach vergessen.

Wellness ist Anfang 2009 nichts Schönes mehr. Denn wer Wellness noch erstklassig und luxuriös erfahren will, muss lange suchen. Denn nicht nur Hotels haben den Modebegriff, der ja ach so viel Entspannung und Frieden verspricht, aufgegriffen, sondern auch jedes andere erdenkliche Produkt aus jeder nur möglichen Branche. Da gibt es nicht nur Getränke mit mal mehr und mal weniger besonderen Inhaltsstoffen wie Ginko, weißer Tee und Mango, sondern mittlerweile auch Bier, Gleitgel und Motoröl, welches mit dem Begriff Wellness für sich wirbt. Ein jeder wollte auf den Gesundheits-Wohlfühl-Zug mit aufspringen und machte damit etwas Schönes vollkommen kaputt. Trittbrettfahren in die falsche Richtung, sagt man dazu, denn der Konsument ist nicht dumm. Er ist zwar nicht der schnellste und hat die ersten Jahre noch fleißig alles ausprobiert, was Erholung und Entspannung versprach, war dann aber doch hinter den Trick gekommen und meidet nun alles, auf dem Wellness zu lesen ist. Pech gehabt, liebe Werber, das hätte man ja auch ahnen können, wo man doch schon mit Bruder Bio das Gleiche erlebt hat.

Aber was wäre denn die Werbelandschaft ohne ein schönes neues Wort, das den Wellness-Wahn ablöst und die Menschen wieder in den Bann zieht!? Lange hat es nicht gebraucht, um etwas zu finden, und da ist es: Selfness. Die neue Mischung aus Wohlfühlen und Selbsfindung. Darauf hat die Menschheit gewartet!
Spaß beiseite. Wenn man das Ganze allerdings ernsthaft betrachtet, so gibt es auch hier einen sinnvollen Ansatz, eben wie bei Wellness auch. Denn Selfness kommt dem Wunsch vieler Menschen nach, sich selbst zu finden und sich dann, nach Abschluss dieser Mission, hoffentlich, wohler zu fühlen als zuvor. Probleme lösen, in dem man zu allererst bei sich selbst beginnt. Eine alte Weisheit, neu aufgegriffen und in ein schönes Wort verpackt. Selfness verspricht keine vorrübergehende Entspannung, nach der wieder in den stressigen Alltag gerannt werden kann, sondern eine langfristige Besserung des Wohlbefindens, damit der stressige Alltag gar nicht mehr so nervtötend und zerreibend ist.

Während man sich selbst noch vor einiger Zeit beim Künstlern, Reisen, Neu-verlieben und Auswandern finden konnte, so kann man dies mittels Selfness zukünftig in Persönlichkeitstrainings oder Selbsterfahrungstrips. Für teuer Geld, versteht sich. Denn, so wird es uns noch vermittelt; Selfness ist kein Humbug, sondern eine große Theorie, die sich um Problem-Commitment, Work-Life-Balance und Reifungs-Kompetenz dreht. Mal sehen, wann wir das erste Selfness-Getränk in den Händen halten dürfen.

Autor: FZ

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Blog_bettler_2.jpg
Jeder wurde sicherlich schon einmal mehr oder minder höflich um ein paar Cent, einen Euro oder eine Zigarette angeschnorrt. Das ist zwar oft nervig, sehr nervig um genau zu sein, aber gut. Irgendwie auch verständlich, manchmal zumindest. Nun ist mir neulich aber klar geworden, warum meine Freunde und ich es mittlerweile umso nerviger finden. Es steckt nämlich eine ganz klare Logik dahinter, weshalb wir unserer Meinung nach überdurchschnittlich häufig angequatscht werden. Warum also? Die Sache ist ganz klar: Wir tragen Kapuzenpullis. Das und die Tatsache, dass wir auch sonst eher durch einen verlotterten als gestylten Kleidungsstil auszeichnen, schafft scheinbar eine Art spontane Sympathie seitens der bettelnden Genossen, die ihrerseits bei weitem nicht als gut gekleidet zu bezeichnen wären. Auffällig ist auch, dass Jugendliche und Erwachsene, die selber aussehen, als hätten sie die ein oder andere Mark nötig, häufiger etwas abgeben. Woran liegt das wiederum? Richtig, Solidarität innerhalb des Prekariats und ähnlichem Gesocks. Naja, das ist vielleicht übertrieben. Vielmehr ist es wohl der Gedanke, dass man selbst auch häufig schon mal da steht: Zigaretten sind alle, das Geld ist auch weg und man ist jedem dankbar, der sich erbarmt und einen bei der höflichen Frage danach, nicht schief anschaut.

Apropos schief anschauen. Als ich frisch in die Stadt gezogen bin, sagte ein guter Bekannter einmal einen weisen Satz, der mir die Welt erklären sollte: „Wirst du auf der Straße angepöbelt, dann lade den Typen erstmal auf ein Bier ein und ihr seid für die nächste halbe Stunde Freunde. Das wichtigste aber: du bleibst körperlich unversehrt.“  Das scheint ein überlebenswichtiger Leitsatz in diesem Stadtteil zu sein, wo es so multikulti ist, dass auch national-brutal orientierte Zeitgenossen als eigener Kulturkreis auch ihren Platz zwischen Dönerbude, Sozialladen und Eck-Kneipe gefunden haben. An solche erfreulichen Begegnungen, wurde nämlich diese großartige Weisheit ausgiebigst getestet, beziehungsweise musste getestet werden. Und sie funktioniert! Wobei dieser Vorschlag nicht einmal immer in die Tat umgesetzt werden muss. Der Gedanke zählt sozusagen so viel, dass den pöbelnden Genossen warm und friedlich ums Herz wird. Und hat man auch noch das Glück einen schmuddeligen Kapuzenpulli an zu haben, sieht die Welt auch gleich freundlicher aus, denn was gäbe es denn auch bei einem so gekleideten Menschen zu holen? Das Nokia 3310 mit freiliegendem Akku und einem Prepaid-Guthaben jenseits der Nutzbarkeit? Oder die 15 Euro vom Plasmaspenden? Nein, diese sind mit Sicherheit schon als Investition in Form von Bierflaschen im Rucksack verstaut.
Was heißt das alles nun? Richtige Kleidung schützt das Eigentum und mit Bier kann man Frieden schaffen, erhalten und auch pflegen? Innerhalb des städtischen Mikrokosmos und bei einem bestimmten Menschenschlag scheinbar schon – solange es nur bei einem Bier bleibt.

Autor: RO

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