26 Oktober, 2007
Ein Mann ein Wort - eine Frau ein Wörterbuch? Studie räumt mit dem Klischee auf
Allgemein
Wann haben Sie zuletzt mit Bekannten, Freunden oder in der Familie über dieses Vorurteil gescherzt? Nach dem Motto: Ein Mann kommt nach der Arbeit nach Hause und hat schon 7.500 seiner 8.000 Wörter verbraucht, während sie ihn mit noch 13.000 verbleibenden Wörtern empfängt.
Dass nicht alle Redewendungen der Wahrheit entsprechen, hat nun ein Team um den Psychologiedozenten Matthias Mehl von der Universität von Arizona in Tucson herausgefunden. In ihrer Studie haben die Wissenschaftler in regelmäßigen Abständen mit einem Mikrofon die Stimmen weiblicher und männlicher Testpersonen unbemerkt aufgenommen, ausgezählt und hochgerechnet. Das Resultat: durchschnittlich 16.215 Wörter bei den Frauen, 15.669 bei den Männern pro Tag. Der festgestellte Unterschied von gerade einmal 500 Wörtern ist im Vergleich zu dem 45.000-Wörter-Unterschied der redseligsten und schweigsamsten Person ein sehr geringer.
Bedeutet das also, dass alle Thesen um den Streit und seine Ursachen nun über den Haufen geworfen sind und man sich neue Lösungen einfallen lassen muss? Haben nun alle Beziehungsratgeber Unrecht und müssen umgeschrieben werden?
Mehl untersuchte weiter, was seine Probanden denn so von sich gaben. Dabei stellte sich heraus, dass Männer mehr über technische, finanzielle oder sportliche Themen redeten, während bei Frauen der partnerschaftliche und soziale Teil vorherrschte.
Allerdings stellt auch diese Studie nur wieder statistische Behauptungen auf. Die Realität sieht meist anders aus. Es gibt eben genug schweigsame Frauen und redselige Männer.
Die seit 1977 aus Energiespargründen eingeführte Sommerzeit ist in den letzten Jahren zunehmend umstrittener geworden. Ergibt eine solche Umstellung in Zeiten von ständigem Energiefluss und ununterbrochener Versorgung also noch Sinn? Nun deckt eine neue Forsa-Studie im Auftrag der DAK die Fakten auf: 83% der Deutschen hätten keine gesundheitlichen Probleme. 83% klingt viel. Bleiben aber noch immer 17% der Bevölkerung, die sich nicht so einfach umstellen können. Das sind immerhin über 13 Millionen Menschen. Beispielsweise im Straßenverkehr ist deutlich zu erkennen, was viel Beklagt wird. „Ich fühle mich nach der Zeitumstellung schlapp und schlafe schlecht“ ist ein häufig ausgesprochenes Problem. Die erhöhten Unfallzahlen in den Folgetagen einer Umstellung sind also offensichtlich kein Zufall.