Schönes Haar, wie im Märchen wollen wir alle. Und neuerdings ist durch Färbung, Extensions und Co. beinahe alles möglich.
Haare, was ist das überhaupt?
Im Grunde genommen ist ein Haar nichts anderes als ein langer Hornfaden. Er besteht größenteils aus der Hornsubstanz Keratin. Die Haarfarbe ist genetisch bestimmt und wird durch Pigmente veräußert. Auch Wachstumsrate, die Anzahl der Haare und die Haardicke sind genetische Faktoren, die bei jeder Person unterschiedlich sein können. Dennoch schwankt die Anzahl der Haare je nach Haarfarbe innerhalb bestimmter Richtwerte. So haben blonde Menschen rund 150.000 Haare, Dunkelhaarige 110.000 und Rothaarige 75.000 Haare.
Und der genetische Reichtum ist riesig. Es gibt krause Haare, naturwellige Haare, sehr glatte Haare, stumpfes Haar, extrem glänzendes Haar.
Und meistens ist es so, dass hartechnisch gesehen der Garten woanders immer grüner ist, wir also die Haare wollen, die wir nicht haben. Anders ausgedrückt: Kaum eine Frau ist mit ihrem Haarschopf so richtig zufrieden.
Der Neid ums Haar
Sie kennen das bestimmt auch.
Doch dank der neuesten Shampoos und Haaranwendungen können Sie zumindest zeitweise Ihren Haartraum wahr werden lassen. Und langes Haar können Sie seit neuesten durch „Extensions“ auf Ihren Kopf zaubern. Gerade auch, weil genetisch bestimmt ist, wie schnell unser Haar wächst und wie lang es werden kann, ist für Frauen mit relativ kurzem oder langsam wachsenden Haar so eine Haarverlängerung genau das Richtige.
Uns sind keine Grenzen mehr gesetzt. Ob Haarfarbe oder Länge, wir können unseren Look praktisch ständig verändern.
Das Haar und die Psyche
Wer plötzlich mit einer radikal geänderten Frisur daherkommt, hat etwas Einschneidendes erlebt. Meist ist die Trennung vom Freund oder sogar eine Scheidung Grund dafür, dass Frau sich für einen komplett neuen Schnitt oder eine andere Haarfarbe entscheidet.
Und vielleicht, so hoffen wir insgeheim, finden wir mit der neuen Frisur ja jemanden, der besser zu uns passt.
Auch „Bad Hair Days“, die sogenannten Tage, an denen wir unsere Haare einfach nicht in die gewünschte Form bekommen, können sich höchst negativ auf das Empfinden auswirken. Gerade im Winter, wenn die Haare trocken, strohig und elektrisch aufgeladen sind, könnte man an die Decke gehen.
Haare als Statussymbol
Schönes Haar wird als sichtbares Zeichen einer gepflegten Erscheinung verstanden. Menschen mit fettigen, verfilzten Haaren ordnet man ein chaotisches Leben zu. So ist das Haar eine Art Statussymbol, denn von den Haaren lässt sich oft auf den Charakter schließen. Extravagante Frisuren oder die neusten Schnitte und Farben - wer sich so etwas leisten kann, scheint ein dickes Portmonne zu haben. Dieser Jemand trägt also seinen Luxuswagen praktisch auf den Kopf.


