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Wie Düfte wirken

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Düfte haben vielfältige Wirkungen auf uns. Sie entspannen, regen an oder versetzen uns in die Kindheit zurück.

Wir allen kennen die folgende Situation: Wir schlendern gerade durch unseren Lieblingssupermarkt, um noch etwas fürs Abendbrot zu besorgen, als uns ein Duft in die Nase steigt. Und als wären wir in einer Zeitmaschine gestiegen, werden bestimmte Erinnerungen wach. Ereignisse, an die man seit Monaten, ja Jahren nicht gedacht hat, sind so lebhaft, als wären sie erst gestern passiert. Schuld haben die Düfte, die wir wahrnehmen, die langvergessene Gedanken und Gefühle wecken...

Duftige Erinnerungshilfe
Forscher haben herausgefunden, dass Erinnerungen länger im Gedächtnis bleiben, wenn sie mit einem Geruch verknüpft ist. Nach einem Jahr ist die Intensität und Klarheit, mit der wir uns erinnern, zu etwa 20 Prozent abgeschwächt. Wie gut diese Ergebnisse zu bewerten sind, zeigt ein Vergleich mit rein visuellen Erinnerungen. Ist kein Geruch mit einer Erlebnis verknüpft, sondern bestehen nur visuelle Eindrücke, ist die Erinnerung bereits nach drei Monaten zur Hälfte abgeschwächt.

Geruchssinn bei den Menschen verkümmert
Im Vergleich zum Hund etwa ist unser Geruchssinn jedoch nur mangelhaft ausgeprägt. Da wir in einer stark visualisierten Welt leben, ist die Bedeutung des Duftes immer weiter zurückgegangen.
In der Tierwelt ist ein ausgeprägter Geruchssinn (überlebens-) wichtig. Hier sind Duftmarken wie ein Fingerabdruck. Wenn Hunde eine ihrer individuellen Duftmarken in Form von Urin setzen, ist das gleichzeitig eine unverwechselbare Botschaft an die Artgenossen. Solche Informationen wie Alter, Geschlecht und bei Weibchen über die Läufigkeit, sind in der Duftspur verschlüsselt enthalten. Bei der Partnersuche und Fortpflanzung ist der Geruchssinn sogar noch wichtiger. In Form von Pheromonen kommunizieren potenzielle Geschlechtspartner miteinander.

Fruchtige Flirthilfe
Auch beim Menschen sind die Pheromone, trotz des sich zurückgebildeten Geruchssinns, nicht unbedeutend. Sie haben Einfluss darauf, ob wir jemanden sympathisch oder unsympathisch finden oder ob wir einen Unbekannten als Partner in Betracht ziehen. Die menschliche Wahrnehmung der Sexuallockstoffe findet jedoch meist auf einer unterbewussten Ebene statt.
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Ob sie überhaupt gerochen werden, hängt mit einer Vielzahl von Faktoren zusammen. Vor allem bei Frauen spielen eine Reihe von Faktoren zusammen, zu den wichtigsten gehört der Zeitpunkt des Zyklus.

Steuerung von Emotionen
Keine Pheromone aber andere Düfte werden seit Langem erfolgreich eingesetzt, um unsere Emotionen gezielt steuern zu können. Vanille etwa, kontinuierlich an die Verkaufsräume abgegeben, hebt die Stimmung und ruft ein tiefes Gefühl der Geborgenheit hervor. Nehmen wir Vanille wahr, bildet das Gehirn Glückshormone (Endorphine), die uns in ebendiesen wohligen Zustand der Zufriedenheit versetzen. Die Bereitschaft, sich etwas Schönes zu gönnen, ist jetzt natürlich viel höher.

Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Düfte als angenehmer wahrgenommen werden, wenn man sie durch das rechte Nasenloch aufnimmt. Mit dem linken Nasenloch jedoch können Gerüche sicherer identifiziert werden.

Wirkung für Körper und Geist
Um sich die vielfältigen positiven Wirkungen der Düfte zunutze zu machen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ätherische Öle, Saunaaufgüsse, Duftlampen oder Massagesprays – auf welche Art und Weise der Duft in die Nase und schließlich das Gehirn gelangt, ist letztlich egal. Bewiesen ist jedoch, dass sich nicht nur der Körper entspannt, wenn aromatische Düfte freigesetzt werden. Je nach eingesetztem Duft ist es möglich, zu entspannen, die Konzentration zu steigern oder für eine anregende Atmosphäre zu sorgen.
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