Meist beginnt der Haarausfall bei Männern im Alter zwischen 20 – 30 Jahren. Erste Anzeichen hierfür sind die Bildung von Geheimratsecken.
Verantwortlich für den männlichen Haarausfall sind die Androgene, die männlichen Hormone also. Unter dem Einfluss von Dihydrostestosteron, das aus Testosteron in der Kopfhaut gebildet wird, können sich die Haare nicht mehr richtig bilden. Die Wachstumsphase ist zuerst nur verkürzt, und die nachwachsenden Haare dünnen immer mehr aus, bis es schließlich zum Absterben des Haarfollikels kommt.
Doch nicht nur das körpereigene Testosteron ist schuld am Absterben der Kopfhaare, auch Anabolika-Doping im Leistungssport oder zum Muskelaufbau können zur Glatzenbildung führen. Jedoch bestimmen drei Faktoren den Verlauf des Haarausfalls. Die Erbanlagen, das Alter und die Empfindlichkeit gegenüber dem Hormon Dihydrostestosteron. Generell gilt daher, bei wem der Ausfall früh beginnt, das heißt um das 20. Lebensjahr, der hat ganz schlechte Karten. Setzt der Verlust der Haare erst zwischen 35-40 ein, verbleiben in den meisten Fällen noch Haare auf dem Kopf. Wer bis Mitte 40 noch volles Haar hat, bleibt gänzlich von der Erkrankung verschont.
Es gibt insgesamt vier Methoden der Haarverpflanzung. Die Punchtechnik ist die Älteste. Bei ihr verpflanzte Dr. Okuda mit 4 mm Zylindern behaarte Hautteile. Auch die Methode des Streifens und Einsetzung Mini/Micrografts wird in Deutschland häufig angewandt. Dabei kommt es zuerst zur Entnahme einzelner Streifen aus dem Haarkranz, die dann später dem Patienten auf die kahlen Stellen implementiert werden. Die weiterentwickelte Methode hiervon nennt sich Streifenentnahme und Einsetzung follikularer Einheiten. Behaarte Hautstreifen aus dem Haarkranz werden entnommen und verpflanzt. Jedoch wird der Haarstreifen unter einem hochauflösenden Mikroskop in die natürlichen Bündelungen des Haares (Follikulare Einheiten) zergliedert. Diese follikularen Einheiten (Follicular Unit = FU) setzt man dann in die zuvor vorbereiteten Gebiete ein.
Die modernste Methode zur Haarverpflanzung ist die Follicular Unit Extraction (FUE) und Insertion (FUI). Im Laufe der Jahre hat sich herausgestellt, dass Haare in natürlichen Bündlungen wachsen. Diese Haaransiedlungen enthalten in der Regel ein bis vier Haare. Bei dieser Form der Haartransplantation werden aus dem Haarkranz die einzelnen follikularen Einheiten mit einer Hohlnadel entnommen und in die entsprechenden Bereiche eingesetzt. Ein großer Vorteil dieser Methode ist es, dass man mit ihr sogar Haare aus der normalen Körperbehaarung transplantieren kann.
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